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Theaterclub

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Theatermix
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Für Theater und Schauspiel hat sich NWZ-Redakteurin Jantje Ziegeler (32) schon immer begeistert. Nun will sie eine Spielzeit lang im Erwachsenenclub des Oldenburgischen Staatstheaters mitwirken. In dieser multimedialen Dokumentation lässt sie die Leser an ihren Erlebnissen teilhaben – vom ersten Kennenlernen der Gruppe bis zur Premiere im April 2018.

Hier geht es direkt zu den aktuellsten Seiten der Dokumentation.

Das sind wir: Hier stellen sich die Teilnehmer nach und nach vor.


Theatermix
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„Oooh, schon viertel vor!“, schallt eine Frauenstimme über den Flur. Jetzt aber flott. Der Andrang und der kreative Trubel sind einfach zu groß, als dass es heute pünktlich um 19.30 Uhr hätte losgehen können. Es kommt mir vor, als läge das kreative Potenzial der gut 50 Theater-Begeisterten, die ins Probenzentrum des Oldenburgischen Staatstheaters gekommen sind, fast greifbar in der Luft.

Sie alle wollen mitmachen!
Selbst Theater spielen!
Eine eigene künstlerische Welt entwickeln!

Und ich, Jantje Ziegeler, Online-Redakteurin der NWZ, bin mittendrin.

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Der Erwachsenenclub des Staatstheaters bildet sich zu Beginn jeder Spielzeit neu und endet mit den Aufführungen im April.
In dieser Spielzeit wird es zwei Erwachsenenclubs geben. Beim heutigen Kennlern-Workshop wollen die verantwortlichen Theaterpädagoginnen
Sandra Rasch und Hanna Puka (von links) ihr jeweiliges Thema vorstellen und die Teilnehmer ein bisschen kennenlernen.
Sandras Gruppe mit dem Projekttitel „Losing my religion“ wird sich künftig jeden Mittwochabend treffen, Hannas Projekt lautet „Kriegsschatten“ und findet jeden Dienstagabend statt. Wer in welcher Gruppe mitmachen möchte, sollte seine Entscheidung für ein Projekt also nicht nur themenabhängig treffen, sondern auch das Organisatorische bedenken.
Insbesondere die Tage vor der Premiere werden sehr probenintensiv. Die Gruppe muss sich auf jeden Einzelnen verlassen können.
„Sonst sorgt das für schlechte Stimmung im Team“, weiß Sandra.

Ach, und übrigens: Wer es hasst, auf Socken oder barfuß zu laufen, für den ist das Ganze hier nicht geeignet. Schuhe dürfen im Proberaum, wo die wöchentlichen Treffen stattfinden, nicht getragen werden.

"Das Theater versteht sich seit der Antike als ein Forum politischer Auseinandersetzung, in dem brisante zeitgeschichtliche Fragestellungen in unmittelbarer Art und Weise diskutiert und die Bedürfnisse, Wünsche und Ängste einer Gesellschaft offengelegt werden."
Quelle: Staatstheater



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„Ach! Hallo!“
Völlig überrascht entdecke ich zwei bekannte Gesichter unter den Interessenten.
Das eine Gesicht gehört zu einem alten Schulkameraden, mit dem ich zu Schulzeiten an der Theater-AG mitgewirkt habe; das andere der inzwischen pensionierten Gymnasiallehrerin, die besagte AG geleitet hat.
Die beiden haben sich kürzlich zufällig auf dem Wochenmarkt getroffen, da hat sie ihm vom Theaterclub erzählt. Keine Frage: Er wollte auch mitmachen.

Überhaupt, so scheint mir, ist hier niemand dabei, der noch nie etwas mit künstlerischem Schaffen zu tun hatte.

Jetzt gibt es erstmal ein paar Aufwärmübungen. Zum Beispiel auf ein Zeichen hin ein Familienfoto stellen.

Warum werden wir eigentlich ein eigenes Stück entwickeln? Warum spielen wir nicht einfach beispielsweise „Nathan der Weise“?
Die Theaterpädagoginnen werden das oft gefragt.
„Klar, wir könnten auch ,Nathan der Weise‘ spielen und sagen: ,Jetzt zieh dir mal ‘n Mantel an und lauf von da nach da… Gut! Und jetzt mal in traurig‘“, erklärt uns Sandra, „aber das würde euch in eurer künstlerischen Entwicklung nicht viel bringen.“
Stattdessen sind unser Selbsterlebtes, unsere Erfahrungen und Gedanken gefragt.  


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Damit die Theaterpädagoginnen zwei möglichst bunte Gruppen zusammenstellen können, sollten wir im Vorfeld einen Zettel ausfüllen.

Aufgabe 1: „Schreibt 10 Minuten lang ohne den Stift abzusetzen ALLES, was euch in den Sinn kommt zum Stichwort „RELIGION“, auf. Alle Sprachen sind erlaubt!“

Oder Aufgabe 2: „Habt ihr euch mit der Kriegsvergangenheit eurer Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern während des Zweiten Weltkriegs oder eines anderen Krieges auseinandergesetzt? Gibt es Geschichten, Zeitzeugenberichte oder Gegenstände, die in eurer Familie einen besonderen Stellenwert haben? Schreibt eure Gedanken dazu auf. Oder was interessiert euch persönlich an diesem Thema?“

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Ich habe eine Mail bekommen! Von Hanna. Ich bin beim Theaterclub dabei! Auf zum ersten Treffen, um meine Gruppe kennenzulernen!

"Es war sehr schwierig, eine Gruppe zusammenzustellen, da so viele spannende Persönlichkeiten beim Kennlernworkshop anwesend waren", erzählt Hanna seufzend.
Doch da erfahrungsgemäß eine Gruppe mit nur maximal 12/13 Teilnehmern gewährt, dass jeder darin wahrgenommen werden kann, mussten die Theaterpädagoginnen vielen absagen.

Unsere "Kriegsschatten"-Gruppe besteht - neben Hanna und FSJ-lerin Amelie - aus 13 Männern und Frauen unterschiedlicher Generationen und unterschiedlicher Nationalitäten. Nach und nach stellen sie sich euch hier selbst vor.


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Im Probenzentrum, schräg hinter dem Oldenburgischen Staatstheater, treffen wir uns ab jetzt jede Woche für zweieinhalb Stunden.

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Bei unseren ersten Treffen lernen wir uns allmählich gegenseitig kennen, während wir unterschiedliche Theaterübungen und Spiele, die vor allem die Wahrnehmung fördern, meistern.
Nur keine Berührungsängste: Wenn man zu sechst oder siebt die Aufgabe hat, das Handtuch, auf dem man steht, umzudrehen - ohne dass einer den Boden berührt -, kommt man sich durchaus nahe.
So quietschvergnügt, wie "Darsteller" und Publikum dabei sind, hat so ein Spiel übrigens wahre Partyqualitäten.
(im Bild, von links: Jane Helbig, Dieter Wendt, Hong Long Wendt, Adnan Abdullah, Timo Jeck, Margit Ostern)







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Für die Entwicklung unseres Stückes sollten wir zum heutigen Treffen Fotos mitbringen: Familienbilder aus vergangener Zeit. Fotos aus der NS-Zeit, aber auch Familienbilder aus den 60ern/70ern.
Wir breiten sie auf dem Boden aus, inspizieren sie neugierig. Jeder pickt sich dabei eines aus, das er den anderen dann mit seinen eigenen Gedanken zu dem Fotografierten vorstellt. Zuletzt stellt derjenige das Bild vor, der es mitgebracht hat.
So hat sich Eva zum Beispiel folgendes Bild ausgesucht, das ich mitgebracht habe (siehe nächste Seite):



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Es zeigt meine 1928 geborene Oma als junges Mädchen (sie ist diejenige, die vorne am "Flugzeug" hängt) bei einem Familienausflug. Gemeinsam mit Gesellen, die bei der Familie meiner Oma damals wohnten, hatten sie einen Ausflug zum Kölner Flughafen unternommen, wo diese Fotomontage entstand.

Einige weitere Bilder, die ich bei meiner Oma gefunden habe, habe ich auf der folgenden Seite zusammengestellt. Einerseits war es beeindruckend, solche Dokumente einer vergangenen Zeit zu entdecken - andererseits zum Teil aber auch erschreckend. So ist auf einer Karte der 1899 geborene Vater meiner Oma in Uniform zu sehen; beide Weltkriege hat er miterlebt. Auf der Karte steht rund um das Foto herum:

"Dem teuren Vaterland allein
soll der Soldat sein Leben weih'n

Gehorsam, Treue, Tapferkeit,
des deutsche Kriegers Ehrenkleid

Gott mit uns!

Zur Erinnerung an meine Dienstzeit"

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Der Krieg wirkt in Menschenleben weiter, auch wenn die Trümmer beseitigt, Häuser, Dörfer und Städte wiederaufgebaut sind.
Im Krieg wird die Würde der Menschen mit Füßen getreten. Verletzungen und Wunden graben sich tief ins Seelenleben ein.
Welche Folgen hat dies für die nachkommenden Generationen? Wie verfolgen uns die Kriegsschatten im Hier und Jetzt?
Selbst 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges nimmt die Kriegsgeneration in Europa, und im Speziellen in Deutschland, Einfluss auf ihre Nachfahren. Ihre Verbrechen, Verluste und Traumata leben in uns fort - in Erzählungen, in Erinnerungsstücken, im Unausgesprochenen und Schweigen. Was haben unsere Vorfahren erlebt, verbrochen und erlitten? Welche Macht haben ihre im Krieg zerstörten und gebrochenen Herzen noch heute in unserem Denken, Fühlen und Handeln?

Eine Spurensuche beginnt - mit Menschen, die sich mit den Kriegsschatten ihrer Familien oder gar eigenen Kriegserfahrungen auseinandersetzen wollen.
(Quelle: Oldbg. Staatstheater)

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Zum heutigen Treffen sollten wir (Familien-)Alltagsgegenstände mitbringen.
Ein Teekännchen, ein Hut, ein Handstaubsauger, ein Regenschirm, ein Zuckertöpfchen, ein Regencape: Alles wird auf dem Boden ausgebreiten, wo sich jeder einen Gegenstand aussuchen darf.
Jeder für sich experimentiert im Anschluss mit seinem Objekt.
Was kann ich damit alles anstellen?
Wie lässt es sich zweckentfremden?

Während der eine zum Beispiel akribisch versucht, das Regencape auf die absurdesten Weisen anzuziehen, setzt die andere mit einem Bügeleisen einen Notruf ab.
Wir Übrigen amüsieren uns.


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Aufgabe: Entwickelt zu dritt eine (Familien-)Szene, in der jeder nur maximal drei Sätze sagen darf.
Grundlage soll eines jener Themen sein, die sich im Laufe der Zeit zu unserem Thema Kriegsschatten herauskristallisiert haben, zum Beispiel "Totschweigen". Als Stilmittel können wir die Zeitlupe, das Freeze (Einfrieren, also Bewegungsstopp) oder Tocs (ein Bewegungsablauf wird durch Pausen in einzelne Abschnitte untergliedert) verwenden.
Im Anschluss spielen wir uns die Szenen gegenseitig vor.
(im Bild: Dieter Wendt, Adnan Abdullah und Sonja Wessels)



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Wir sollen uns eine Person aus unserer Familie (zum Beispiel Mutter, Großvater, Onkel) vorstellen, die (Nach-)Kriegszeit erlebt habt.
Wie heißt sie?
Wann und wo wurde sie geboren?
Welche Kriegserlebnisse hat sie?
Wie könnte ein für sie typischer Satz lauten?
Hier schreibt Dieter gerade seine Gedanken auf.


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Aufgeteilt in zwei Gruppen stellen wir uns die Erlebnisse unserer Figuren gegenseitig vor. Jeder nimmt die Rolle seiner Figur selbst ein. Der Clou: Wir sollen dabei übermäßig fröhlich sein.
(am Mikrofon: Edwin Armbruster)

Wir sehen zu, wie die anderen uns freudestrahlend berichten von einem weggebombten Zuhause, Gefangenschaft, Hunger, oder davon, auf Menschen zu schießen. Die Absurdität, die entsteht, bringt uns trotz des grausamen Inhalts des Gesagten zum Lachen.

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„Super! Du hast es genau falsch gemacht! Danke dir dafür!“
Nanu? Andrea ist verdutzt über das merkwürdige Kompliment. Aber Kammerschauspieler Thomas Lichtenstein, der diesmal zu Besuch ist, freut sich wirklich. Denn er möchte uns etwas über Sprache vermitteln – und jenes Vorlesen, das jeder irgendwann in der Schule erlernt hat, sei genau falsch für die Schauspielarbeit.

Erste Aufgabe bei diesem Treffen: Satzzeichen beim Vorlesen ignorieren!
„Ihr dürft nur Pause machen, wenn kein Satzzeichen da ist. Bei einem Punkt oder einem Komma müsst ihr weiterlesen.“
Klingt einfacher als es ist. Wir müssen uns stark konzentrieren, um alles „falsch“, also in dem Fall richtig, zu machen.

„Als Kinder haben wir beigebracht bekommen: Mach den Mund zu!“, aber, fährt der Kammerschauspieler fort, genau das sei eben auch falsch. Wenn man rückwärts gehe oder schleiche, könne man fast gar nicht anders, als den Mund etwas geöffnet zu haben.

Nächste Aufgabe: Die Kurzgeschichte „Brudermord im Altwasser“ von Georg Britting vorlesen. Aber jedes darin vorkommende Wort (wie zum Beispiel „Tümpel“, „Weiden“ oder „Donauwasser“) soll so gesagt werden, dass der Zuhörende eine Ahnung davon bekommt, wie der Sprechende es sich vorstellt.

Um auf der Bühne authentisch zu wirken, gibt der Profi außerdem noch folgenden Hinweis: „Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich anfange zu sprechen, weiß ich noch nicht, wie mein fünftes Wort lauten wird.“
Und dieses Nicht-Wissen hat schließlich auch die Figur, die ein Schauspieler auf der Bühne verkörpert. Überhaupt weiß eine Figur ja zu Beginn noch nicht, wie es enden wird.


Wir sind mit Spaß bei der Sache und begeistert von den Tipps vom Profi.


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Hanna hat uns in drei Gruppen eingeteilt.
Der Bewegung und einer Choreografie kommen diesmal besondere Bedeutung zu.

Die erste Gruppe erarbeitet eine Szene zum Thema „Ahnung – Was steckt hinter dem großen Schweigen?“ Aufgabe: Ein Mann, gespielt von Dieter, erinnert sich. Er macht eine Abrechnung mit seiner Familie.
Am Ende ein cholerischer Anfall.
Hong, Andrea (die inzwischen nicht mehr mit dabei ist), Sonja, und Margit (von links) erzählen währenddessen aus seinem Leben. Sie drücken sich an der Wand entlang. Bleiben immer wieder stehen, finden unbequeme Positionen. Sie halten sich von Dieter fern, aber beäugen ihn misstrauisch, ängstlich.





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Die zweite Gruppe erarbeitet eine Szene zum Thema: „Ich bin nirgends geboren und nirgends zu Hause“.

Edwin, Adnan und Eva erzählen fragmentarisch von ihrem Gefühl der Wurzellosigkeit und von Fluchterlebnissen. Dabei bewegen sie sich durch den Raum. Es geht um Einsamkeit, Verlassenheit. Ihre choreografischen Elemente sind Rennen, Fliehen, Erschöpfung, Kälte.
Als Requisit gibt es für jeden einen Stuhl.

Die dritte Gruppe, zu der Timo, Jane, Christina und ich gehören, bekommt die Szene „Das Erbe“.
Unser choreografisches Element ist das (Fast-)Fallen/Stolpern, während wir Dinge aufzählen sollen, die wir - beziehungsweise unsere fiktiven Figuren - mal erben werden.









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Als Requisit dienen uns diesmal jede Menge Matratzen.
Wir experimentieren den ganzen Abend mit ihnen. Außerdem improvisieren wir eine Szene, in der sich eine Erbgemeinschaft zum ersten Mal trifft und die Besitztümer des verstorbenen Angehörigen verteilt werden sollen.
Zuletzt lässt Hanna uns der Reihe nach umfallen - wie eine Reihe Dominosteine (siehe nächste Seite).

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Welche Möglichkeiten gibt es, mit Erinnerungen der Kriegsvergangenheit umzugehen?
Mit Hilfe der Matratzen und einiger spontaner Requisiten bauen wir uns eine Kulisse, die in einer nun entstehenden Szene einen Speicher darstellen soll.
Auf diesem Speicher finden einige Personen unabhängig voneinander Dokumente/Fotos/Briefe, mit denen sie unterschiedlich umgehen. Der eine versucht sie zu verstecken, der andere glorifiziert die Helden vergangener Tage - oder weiß einfach nicht, was es mit "Judenverfolgung", "Adolf Hitler" und ähnlichen Begriffen auf sich hat.
(im Bild: Sonja, Timo, Dieter)



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Für ein Wochenende sind wir gemeinsam mit dem anderen Erwachsenenclub ins Tagungshaus Bredbeck gefahren, um intensiv zu proben und die Stückentwicklung voranzutreiben.
Außerdem hat Hanna einen ganzen Schwung an Kostümen mitgebracht, die wir ausprobieren. Einiges haben wir auch selbst mitgebracht.
Im Bild (von links): Margit, Jane und Hong



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Die Texte sind nach wie vor improvisiert, aber unser erster Teil (von fünf), in dem sich eine Erbengemeinschaft zum ersten Mal trifft, steht inzwischen.
Bei den weiteren Teilen haben wir eine Vorstellung, wo sie hinführen sollen.
Die Themen, mit denen wir uns im Rahmen unseres "Kriegsschatten"-Projekts beschäftigen, sind mitunter (natürlich) keine leichte Kost: In Gruppen erarbeiten wir für die Bühne Themen wie Vergewaltigung, Folter und Flucht. Aber für heitere Themen ist genauso Platz; da wären zum Beispiel umgedichtete "Danke für diesen guten Morgen"-Strophen und kleine Tanzeinlagen zu Musikstücken, durch die wir uns testen.
Im Bild: Hekmat, Edwin, Adnan und Theaterpädagogin Hanna




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Es geht voran mit unserer Szenenentwicklung: Da wären zum Beispiel (fiktive) Tagebucheinträge oder Briefe, die auf Erlebnissen unserer eigenen Vorfahren beruhen. Und bei einer Sequenz, die im Schützengraben spielt, greifen wir auf die Kriegstagebucheinträge von Heinrich Böll zurück.

Sonja hat uns außerdem eine kleine Choreografie zu "Mama" von Heintje entwickelt. Die Textzeilen passen zur Situation, in der eine Frau von ihrem Sohn, der in den Krieg ziehen muss, Abschied nimmt.

Inzwischen stehen unsere Aufführungen ganz offiziell im Leporello des Staatstheaters, ab sofort gibt es also Karten für je 5 Euro zu kaufen!

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Es gibt erste Texte zum auswendig lernen.
"Fällt euch das schwer?", hatte Hanna uns vorher schon gefragt.
Hmm - das letzte Mal Texte auswendig lernen musste ich in der Oberstufe, als ich beim Schul-Musical die Fee von "Peter Pan" spielte. Das ist jetzt 14 Jahre her.
Danach, während des Studiums, habe ich "nur" beim Improvisationstheater der Uni Oldenburg mitgewirkt - da brauchte man ja praktischerweise nichts lernen.
Ich spreche mir meine ersten Passagen über das Diktiergerät am Handy ein, um sie mir anzuhören, bis sie sich festgesetzt haben. Hoffentlich bleiben diese Zeilen bis zu den Aufführungen in anderthalben Monaten in meinem Gedächtnis.

Die Proben absolvieren wir ab jetzt zum Teil in Kostümen.

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In dieser Szene erinnert sich Sonjas Figur an einen verstörenden Traum, den sie hatte. In diesem Traum geht es um tatsächlich Erlebtes einer ihrer Vorfahrinnen aus Kriegszeiten.

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Warum Margit Dieter gerade den Mund mit Sahne voll sprüht? Und warum wir alle nach den Aufführungen vermutlich keine Sprühsahne mehr werden sehen können? Dieses Rätsel wird sich in neun Tagen klären, wenn unser Stück "Unser Erbe" Premiere feiert. So langsam setzt schon ein leichtes Kribbeln bei uns ein.
Am Samstag starten wir in die Intensivproben-Woche.

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Ein intensives Probenwochenende liegt hinter uns. Insbesondere der Samstag, an dem wir von 10 bis 17 Uhr auf der Probebühne zugange waren, war anstrengend. Schließlich haben wir zuvor fast immer nur einzelne Teile/Szenen kreiert und geprobt; aber wie gestalten wir die Übergänge? Wie kommt eine Figur von A nach B? Welche Requisiten müssen von der vorangegangenen Szene von wem wohin getragen werden, damit sie bei der nächsten Szene richtig liegen?

Am Sonntag läuft es dagegen richtig gut. Hanna hat mehrere Textpassagen gestrichen, die die Inszenierung schleppend werden ließen. Zudem verfeinern wir einzelne Szenen durch zusätzliche Inszenierungsideen.

Auch der andere Erwachsenclub, dessen Stück "Losing my religion" ebenfalls am Samstag Premiere feiert, hat das Wochenende zum intensiven Proben genutzt.

Übrigens: Bevor wir richtig loslegen konnten, mussten wir zunächst ein Bühnenbild ab- und unseres aufbauen. Dazu folgt auf der nächsten Seite ein kleines Stopmotion-Video.

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... auf dem ich - beziehungsweise meine Figur "Hannah" - selbst auch drauf ist (die im blau-weiß gepunkteten Kleid)! Fotograf Mario Dirks war während der Hauptprobe 1 in der Exerzierhalle dabei.
Sowohl mein Kleid als auch das von Sonja (rot-weiß gepunktet) stammen übrigens aus dem Kostümfundus des Staatstheaters und wurden beim Musical "Evita" getragen. Anna Hofbauer, die über die RTL-Sendung "Bachelorette" bekannt geworden war, spielte damals die Hauptrolle in Oldenburg.

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Heute ist Freitag, der 13.
Und wir haben heute Abend unsere GENERALPROBE!!!

Vorher werden wir uns zusammen die Generalprobe unserer "Kollegen" von "Losing my religion" ansehen.
Wahnsinn, wie schnell nun am Ende alles ging.

(Foto: Mario Dirks)

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Wow! Nach all den Monaten haben wir unser Stück "Unser Erbe" nun der Öffentlichkeit präsentiert - die Vorstellung war ausverkauft.
Zugegeben war ich wie die meisten meiner Mitspieler ziemlich aufgeregt in den Stunden vor der Premiere. Aber alles lief rund - wir haben viel Applaus bekommen, und insbesondere die Besucher über 45 waren zum Teil sehr berührt von der Aufführung. Vielleicht, weil sie Verknüpfungen vom Gesehenen zu Selbsterlebtem herstellen konnten?

Am Sonntag, bei der zweiten Aufführung, war ich dagegen so tiefenentspannt und frei von jeglicher Aufregung, dass ich mich kurz vorher ein bisschen "wachzuschütteln" versuchte, um energiegeladen auf die Bühne gehen zu können. Hanna fand unsere zweite Aufführung sogar noch besser als die Premiere.

(Foto: Mario Dirks)

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Oje - bei der letzten Aufführung am kommenden Sonntag, 22. April, müssen wir leider auf der anderen Bühne der Exerzierhalle spielen. Das heißt: Womöglich zum Teil spiegelverkehrt. Ob die Nervosität da wieder in die Höhe schießen wird?

(Foto: Mario Dirks)

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Es ist vollbracht - auch auf der anderen, größeren Bühne der Exerzierhalle haben wir alles hinbekommen!

Und damit haben wir auch die dritte und somit letzte Aufführung hinter uns gebracht.
Wir verbeugen uns - und verlassen mit einem leicht wehmütigen Gefühl die Bühne.

(Bild: Marc Geschonke)

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Auf den folgenden Seiten stellen sich nach und nach die Teilnehmer des Erwachsenenclubs vor.

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Wann/Warum bist du nach Oldenburg (bzw. Umland) gezogen?
Anfang 2000, als ich mit meinem Studium in Vietnam fertig war, bin ich nach Deutschland zwecks Praktikum und Vorbereitung zum Studium an der Universität Würzburg gekommen. Später habe ich mich doch für ein Fernstudium entschieden und lebte in Bremen. 2011 bin ich nach Rastede-Wahnbek gezogen, weil dort die Familie (Oma und Vater) meines Mannes gewohnt hat. Ich liebe es, in einem ruhigen, grünen Ort zu wohnen, jedoch nicht getrennt von Stadtleben zu sein. Wahnbek ist genau richtig für uns, denn bis Oldenburg sind es nur noch 5 Minuten Fahrt :-)

Wieso hast du dich beim Erwachsenenclub angemeldet?
Als Kind haben meine Schwester und ich öfter „Do it yourself-Theater“ gespielt, natürlich nur in unserem Kinderzimmer. So gerne ich dieses „Spiel“ weiterführen wollte, musste es wegen der „Realität des Lebens“ weichen. Zufällig habe ich eine Anzeige über einen Workshop des Staatstheaters entdeckt. Aus Neugier habe ich mich dafür angemeldet. Der Workshop hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, also warum denn nicht weiter ;-). Mit viel Hoffnung habe ich mich dann für Erwachsenenclub angemeldet, und mit sehr viel Glück darf ich auch tatsächlich dabei sein, Ju hu!...


Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Am meisten gefällt mir die Atmosphäre. Wir sind so verschieden, vom Alter bis zum Ethnie, und doch haben wir so viele Gemeinsamkeiten. Wir sind so freudig, offen und lustig. Wir vertrauen uns, gehen aufeinander ein, als ob wir uns seit Jahren kennen. An jedem Clubabend erlebe ich die schönste Seite des „HIER und JETZT“. Dieses Empfinden nehme ich auch bei anderen Mitgliedern wahr. Und das Beste ist: Wir dürfen mal nicht wir selbst sein, wir dürfen auch mal verrückt handeln oder unglaubliche Dinge ausführen, an die wir im wahren Leben vielleicht niemals wagen würden, nur dran zu denken. Es ist einfach so schön, das Leben und die Menschen in einem völlig anderen Licht zu erleben. Sonstiges: Ich freue mich riesig auf die Herausforderungen demnächst, denn Kriegsschatten ist kein einfaches Thema. Es wird ernst und ich bin sehr gespannt drauf!!!



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Wieso hast du dich beim Erwachsenenclub angemeldet?
Meine Frau (Hong Long Wendt) und ich hatten bereits im Kindergartentheater Pusteblume in Wahnbek Erfahrungen gesammelt. Insbesondere bei "Wicki", "Biene Maja" und dem "Räuber Hotzenplotz" durften wir mitwirken. Unter den Augen eines sehr kritischen Publikums (3-6 Jahre) konnten wir hier erste Erfahrungen im Theater sammeln.

Das Thema "Kriegsschatten" hat mich deswegen angesprochen, weil ich bei meiner Oma aufgewachsen bin. Sie hatte acht Geschwister, die alle vor dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden. Somit war in unserer Familie das Thema Krieg und Nachkrieg allgegenwärtig. Eben diese Erfahrungen und Erlebnisse möchte ich gerne in das entstehende Stück mit einbringen.

Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Die Vertrautheit der Gruppe!
Es ist erstaunlich, wie schnell es unter der Anleitung von Hanna gelungen ist, diese Gruppe zu bilden. Es herrschte von Beginn an eine sehr schöne Vertrautheit im Raum. Es ist teilweise sehr ergreifend, wie eigene Erlebnisse bzw. Erlebnisse von lieben Familienangehörigen ganz offen erzählt werden können. Ich bin da sehr positiv gestimmt, dass wir diese Stimmung und diese Vertrautheit im Frühjahr 2018 auch auf die Bühne bringen können.  





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Wieso hast du dich beim Erwachsenenclub angemeldet?
Ich spiele seit meiner Kindheit sehr gerne Theater, hatte aber in den letzten 10 Jahren keine Zeit dazu. In der Zeitung las ich den Aufruf zum 1. Treffen, und es stellte sich heraus, dass der Zeitumfang, die Termine und das Thema genau in meine jetzige Lebenssituation passen. :-)

Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Die offene Atmosphäre und Theaterarbeit

der Raum, die anderen Gruppenmitglieder kennenzulernen
die professionelle Anleitung durch Hanna
der Spaß in der Gruppe
die Möglichkeit, das Thema auf unterschiedlichste Art anzugehen
die Bereitschaft jedes Einzelnen, sensibel mit dem Thema und den Erfahrungen der anderen umzugehen (dadurch fühle ich mich ziemlich frei im Spiel mit dem anderen)
die Möglichkeit der eigenen Weiterentwicklung im Umgang mit meinen eigenen „Kriegsschatten“ und meiner Spielfähigkeit

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Wann bist du nach Deutschland bzw. Oldenburg gekommen?
Ende 2014 landete ich in Deutschland. Nach etwa acht Wochen wurde ich nach Oldenburg gebracht. Seitdem fing ich an, mich in Oldenburg zu verwurzeln. Ein Umzug aus der Stadt kommt bisher nicht infrage, denn alles ist hier wie in einer großen Stadt vorhanden. Zusätzlich muss man sich in Oldenburg nicht so viel Mühe geben, um netten Leuten zu begegnen und Freundschaften aufzubauen.

Wieso hast du dich beim Erwachsenenclub angemeldet?
Im Sommer 2015 wurde am Theater nach geflüchteten Interessierten gefragt. Es ging um die Teilnahme an einem Musik-Theaterpojekt im Erwachsenenclub, das das Thema Flucht behandelte. Ich nahm daran teil. Das Theaterstück hieß "Von Kadmus nach Europa", die Premiere war im März 2016. Im Jahr drauf habe ich beim Projekt "Diktatoren" mitmachen dürfen. Ich denke, aus Sicht der Theaterpädagoginnen war es von Bedeutung, neue Ankommende anzunehmen und mitmachen zu lassen.

Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Das schnell entstandende Vertrauen, der Enthusiasmus der Mitspieler, Hannas professionelle Leitung, offene Diskussionen, ehrliche, ungeschminkte Erzählungen - und dass das Theaterstück unsere eigene Erschaffung ist, macht mich stolz. Jeder hat selbst aus seiner Erfahrung sowie der Familiengeschichte viel dazu beigetragen. Wir haben improvisiert und zusammen Choreografien, Dialoge und Szenen entwickelt, bis der komplette Text angefertigt wird.


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Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Hanna, die Gruppe und die Umsetzung der Themen

Ich beschäftige mich seit Jahren mit den Entwicklungen und Verwicklungen unserer Familie, sammle seit Jahren Texte, schreibe auch Texte und bin glücklich, im Erwachsenenclub mit Gleichgesinnten/mit Gleich-leidenden, die den Grund des familiären Leidens nur bisher „irgendwie“ gespürt haben, einen Ort gefunden zu haben, diesem Spüren/Fühlen theatral begegnen zu können.

Die Heterogenität der Gruppe zeigt mir, dass in der ganzen Welt traumatische Ereignisse wie Krieg, Verfolgung, Gewalt sich generativ in Familien weiter fortsetzen und Ausmaße annehmen können, die nachfolgende Generationen bestimmen können in ihrem Verhalten, in ihrem Fühlen, in ihrem Blick auf die Welt und Sich-verhalten in der Welt.
In diesem Club - oder besser gesagt: in diesen Formen des Theaters scheint oder wird es vielleicht die Möglichkeit geben, sich emanzipativ und trotz des ganzen „Dramas“ in einer Gruppe mit empathischen Menschen sich auch humorvoll mit dem „Ganzen“ auseinander setzen zu können.

„Der Humor setzt gegen die Realität das Lustprinzip durch, er ist nicht resignierend...
Das Großartige liegt im Triumph des Narzissmus, in der siegreich behaupteten Unverletzlichkeit des Ichs. Das Ich verweigert es, sich durch die Realität kränken und zum Leiden nötigen zu lassen.“
(S. Freud, 1927, Der Humor)

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Wieso hast du dich beim Erwachsenenclub angemeldet?
Im Erwachsenenclub erhoffte ich mir, bedeutende Theatererfahrungen zu sammeln.
Was mich auch gereizt hat, war die unterschiedliche Altersspanne der Teilnehmer. Bereits im Workshop fiel mir auf, was für vielseitige Persönlichkeiten am Projekt teilnehmen wollten. Mit Menschen im unterschiedlichsten Alter spielen zu dürfen, interessierte mich.
Das Projekt „Kriegsschatten“ löste in mir nicht nur Spielfreude aus, sondern überzeugte auch mit seiner allgegenwärtigen Thematik.
Von da an wusste ich: Mit diesem Projekt kann ich Menschen unterschiedlicher Generationen erreichen.

Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Die Vielseitigkeit der Menschen im Ensemble ist bereichernd. Jeder trägt mit seinen Erfahrungen und seinem Familienhintergrund zu dem gemeinsamen Schaffen bei.
Ohne Skript oder anderen Vorgaben ein eigenes Stück zu verfassen, entsprach einer Herausforderung, der ich mich stellen möchte.

"Wünsche sind nie klug. Das ist sogar das Beste an ihnen."
(Charles Dickens)

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Wieso hast du dich beim Erwachsenenclub angemeldet?
Ich hab' früher schon mal Theater gespielt und wollt's einfach gern noch mal versuchen.
Es ist auch ganz spannend, mal was am Staatstheater zu machen, weil das Niveau sehr hoch ist. Jetzt hier mal was mit anderen, mit Laien zu machen, finde ich sehr spannend.

Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Also erstmal die Leute, die mitspielen.
Das Thema "Kriegsschatten" fand ich 'n bisschen anstrengend, aber es macht schon ... Freude; "Spaß" wäre der falsche Begriff, aber Freude macht es.



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Wann/warum bist du nach Oldenburg gezogen?
Ich lebe seit 2003 in Oldenburg. Ich hatte hier einen deutschen Freund - aber das hielt nicht, und ich wollte eigentlich wieder wegziehen. Aber weil ich schon die deutsche Sprache gelernt hatte, bin ich doch hier geblieben - und habe meinen jetzigen Mann kennengelernt.

Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Es macht Spaß!
Ich hatte immer einen Draht zum Theater. Als Kind/Teenager habe ich auch einen Theaterkurs besucht. Eigentlich wollte ich als Kind Schauspielerin werden. Aber durch mein Leben und meine Familie hat sich das nicht ergeben.

Aber die Schauspielerei hat mich immer fasziniert, das "so tun, als ob"; leben als jemand anderes. Das ist faszinierend.

Wieso hast du dich beim Erwachsenenclub angemeldet?

Ich bin verheiratet und habe ein Kind. Manchmal ist es schwierig, dass wir was für uns selbst tun. Hier habe ich die Chance dazu, mache etwas, das ich mag.
Am Ende treffe ich auch nette Leute. Es gibt Leute, die können vielleicht in unser Leben reinkommen - und bleiben vielleicht für immer.
Außerdem können wir hier ein bisschen mehr tun als nur "so tun, als ob": Wir lernen auch. Es ist einfach interessant.



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Wieso hast du dich beim Erwachsenenclub angemeldet?
Ich habe eine Ausbildung zum Lehrer für Darstellendes Spiel gemacht und dabei Lust am Spielen auf der Bühne entdeckt. Der Erwachsenenclub ist eine gute Möglichkeit dieser nachzugehen.

Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Ich finde es toll, neue Menschen kennenzulernen - vor allem solche, die ich sonst wahrscheinlich nicht getroffen hätte. Außerdem finde ich es spannend, mit einer solch bunten Truppe gemeinsam ein solches Projekt auf die Beine zu stellen und zu bewältigen. Die Bühne bietet einem den Raum, in andere Rollen zu schlüpfen und sich auszuprobieren. Und es ist vor allem ein schöner Ausgleich zum Alltag.

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Warum hast du dich beim Erwachsenenclub angemeldet?
Beim Erwachsenenclub habe ich mich gemeldet, weil meine Kinder seit Jahren am Jugendclub
teilnehmen und mich die Arbeit begeistert hat.

Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
In einer heterogenen Gruppe völlig unterschiedliche
Herangehensweisen an und Ausdrücke für Emotionen und Themen zu erleben und auszuprobieren,
(Kinder)Spiele zu spielen und dabei
(meine) alltäglichen Gewohnheiten und Grenzen herauszufordern.

Wir alle spielen Theater!

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Wann bist du nach Deutschland bzw. Oldenburg gekommen?
Im Juni 2015 bin ich mit Bekannten aus Syrien vor dem Krieg geflüchtet. Am 15.7.2015 kam ich in Deutschland an. Zuerst war ich in Bramsche, dann etwa ein Jahr lang in Edewecht, ehe ich im Juli 2016 nach Oldenburg gezogen bin.

Warum machst du beim Erwachsenenclub mit?
Weil ich Theater mag und gerne Theater spiele. Ich habe mich schon als Kind für Theater interessiert.

Was gefällt dir am Erwachsenenclub?
Ich finde es toll, in Deutschland Theater mitzuspielen. Die Sprache ist ein bisschen schwer, aber mit Spaß geht es.

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und (fast) alle Fragen offen" - wie es mit der Entwicklung des Theaterclubs bis zur Premiere am 14. April 2018 weitergeht, wird in dieser Dokumentation laufend aktualisiert.

Hier finden Sie einen Artikel zur Inszenierung des Erwachsenenclubs im vergangenen Jahr:
Theaterpädagogik in Oldenburg - Die Kunst, innerhalb des Lichtkegels zu sterben

Mit freundlicher Unterstützung des Oldenburgischen Staatstheaters.

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(Bilder: Mario Dirks/Staatstheater (Titelbild), imago (Endbild), Johannes Bichmann (Portrait), Archiv (Staatstheater); alle anderen: Jantje Ziegeler)



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