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Kibum2018

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Wuff, Miau und Miep?
Zugegeben, das wäre wohl viel zu kurz gegriffen. Denn wenn im Spätherbst die nunmehr 44. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse – kurz und sympathisch: „Kibum“ – zelebriert wird, gibt’s noch sehr viel mehr aus dem Reich der Tiere zu hören, zu sehen und zu lesen.

Vom 3. bis zum 13. November wird's damit "Total tierisch!", so verspricht es zumindest das Motto der alsbald startenden Kibum im und rund ums Kulturzentrum PFL in der Peterstraße zu Oldenburg. 

Rund 30 000 kleine wie große Besucher werden dem Schnitt entsprechend zu Lesungen, Buchvorstellungen (immerhin werden insgesamt derer 2199 aus 300 Verlagen präsentiert), Schmökerstunden, literarischen Spaziergängen durch Worte und Bilder wie Aktionen erwartet.

Das Programm wartet nicht zuletzt mit 260 Veranstaltungsterminen auf - und verspricht damit eine spannende Kibum-Zeit. Wir haben für Sie die wichtigsten Termine zusammengefasst und geben Ihnen allerlei Wissenswertes zur Messe mit an die Hand!
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"Es gehört schon eine ganze Portion innerer Gelassenheit dazu, sich aus der Fülle von ein paar tausend Büchern die Lieblingslektüre herauszuangeln, unter den Arm zu klemmen und damit in der ´Schmökerecke` zu verschwinden, um dort ernsthaft und versunken zu lesen: In der Aula der Cäcilienschule, wo zur Zeit die 1. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse um den Nachwuchs der Literatur-Konsumenten wirbt, herrscht lebhafter Trubel."

1975 war’s. Ein Oktober. Und ganz genau so hatte es damals in der NWZ geheißen. Der Reporter berichtete von Werken für Ein- bis Dreijährige, die “so hinreißend illustriert sind, dass viele Erwachsene sie sich am liebsten selbst in den Bücherschrank stellen möchten”, schreibt darin über “Knaben mit Stimmbruch”, die sich albernd auf den Turnhallen-Matten räkeln und “astreine Schinken” in die Runde reichen.
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Regina Peters ist Programmverantwortliche der Kibum. Unser Interview mit der engagierten Leiterin vervollständigt sich im Verlauf dieser Multimedia-Dokumentation! Hier die erste Frage - und Antwort.

Nach welchen Kriterien wird das jeweilige Kibum-Motto ausgewählt?

In jedem Jahr stimmt der Kibum-Korat mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Oldenburg und der Carl von Ossietzky Universität gemeinschaftlich über das Motto ab. Die Themenwahl kann aus gegebenem Anlass erfolgen. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls lautete das Motto 2009 „Checkpoint Kibum“. Oder wir reagieren auf besonders präsente Strömungen in der Kinderliteratur, wie 2015 mit der Musik-Kibum.


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Viele feine Schmankerl haben die Zeiten überdauert, sind glücklicherweise bis heute bewahrt und werden nicht minder zelebriert. Ein Umstand, den die Messe quasi sich selbst zu verdanken hat. Keine bunten Feuerwerke um Mitternacht, keinen lockenden Sidekick namens Justin Bieber.

Nur Buchstaben.
Bücher.
Mit vielen Seiten und noch mehr phantastischen Geschichten.

Und die jungen Leute lieben es.

Trotzdem!
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Bald 70.000 Bücher hat die heute einschlägig bedeutsame Kinder- und Jugendbuchmesse (kurz: Kibum) im Laufe ihres Erwachsenwerdens in Oldenburg vorgestellt. Etwa 700 bis 900 Titel - die statistischen Zahlen schwanken da je nach Verfasser - verführten schon vor 40 Jahren rund 10.000 Menschen zum Besuch - und das trotz “Widerstands des örtlichen Buchhandels”, wie damals moniert wurde. Kaum zu glauben.

Offenbar fürchtete man die ungefilterte Masse einer nichtkommerziellen Messe, zu der die Verlage kostenlos ihre Bücher einsenden - gleichgültig, ob Schundliteratur, Neuerscheinungen oder Neuauflagen.

Glücklicherweise lagen die Kritiker damals falsch, wie die Zahlen beweisen: Mittlerweile kommen mehr als dreimal so viele kleine und größere Gäste, um sich durch die gleich 2500 deutschsprachigen Neuerscheinungen aus 300 Verlagen zu lesen.
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Im und rund ums Kulturzentrum PFL an der Peterstraße kommen Anfang November 2018 wieder die wohl härtesten aller Literaturkritiker zusammen: Dann ignorieren sie, was schon äußerlich nicht zusagt. Legen zur Seite, wo ihnen bereits das Inhaltsverzeichnis jegliche Laune verdirbt. Haben die jungen Bestimmer aber erst mal ein Büchlein gefunden, dem sie ihr Wohlwollen möglicherweise schenken könnten ... dann geht’s in die Schmökerecke. Und allüberall ist fortan Stille.

Diese Hingabe der Jüngsten und Jüngeren, diese Hinfortträumleserei in fremde Welten und Gedanken - sie ist es, die zahlreiche Nachwuchsautoren Jahr um Jahr ihre Hoffnungen in einen Umschlag packen und gen Oldenburg senden lässt. Überdies enthalten: ihr Erstlingswerk in diesem Segment. Bestehend also aus niedlichen Feen und bösen Biestern, traurigen Erinnerungen wie zauberschönen Phantastereien - und damit vermeintlich völlig unpolitischen Themengebieten.


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Tatsächlich war es aber die Politik, die damals entscheidend ins Messekonzept eingriff und ihm so etwas verpasste, was bis heute für zusätzliche Beachtung sorgt: den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis.

 Im Januar 1977 schlug die SPD-Ratsfraktion vor, jährlich einen entsprechenden Preis in Höhe von 10.000 D-Mark auszuschreiben - jeweils für die besten Erstlingswerke und gleichermaßen hoffnungsvollsten Talente. Keine zwei Monate später war es dann auch beschlossene Sache - im Mai wurde bundesweit zum Wettbewerb aufgerufen. Schlussendlich zählte das Kulturdezernat beachtliche 101 Einsendungen. Darunter Titel wie “Das Wildschwein Edeltraut und der Waldspecht Gandalf”, “Der Elefant im Butterfass” oder “Hans Hemd trägt immer nur ein Hemd”.


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Damals galt das Hauptinteresse der selbst schreibenden Einsender möglicherweise noch dem schnöden Mammon, die Verlage indes entsandten ihre eigenen Vorschläge, um so den Bekanntheitsgrad wie nicht zuletzt die Verkaufszahlen zu steigern.

“Ganz ehrlich? Ich war selbst überrascht und wusste nicht, dass mein Verlag mich damals beworben hat”, sagt Leonie Ossowski mit dem Rückhalt aus über zwei Dutzend erfolgreichen Veröffentlichungen in ihrer Karriere. Im Jahr 1977 wurde sie mit ihrem nüchtern-brachialen Jugendroman “Die große Flatter” zur ersten Preisträgerin und Gewinnerin von immerhin 5000 Euro. 
Für Ossowski bedeutete “Die große Flatter” den großen Durchbruch. Ein Jugendbuch zwar, aber für die Autorin sei “jeder Vierzehnjährige - literarisch gesehen - ein Erwachsener”, hieß es in der Begründung der Jury.
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Man hätte nicht die Absicht gehabt, “die Landschaft der nationalen Kulturpreise um ein weiteres Stück zu vergrößern”, sagte der damalige Oberbürgermeister Hans Fleischer bei der Preisverleihung, vielmehr verfolgte man den Zweck, “einen ehrlichen Beitrag zur Literaturförderung zu leisten".

Und das war der fünfköpfigen Jury (darunter die Schülerin Ute Petershagen und Pädagoge Hans Bödecker) mit ihrer Entscheidung allemal geglückt. Ossowskis Jugendbuch war anders als die anderen. Darauf hatte man viel Wert gelegt. Schließlich dürfe Kinder- und Jugendliteratur nicht “gemacht werden für die verständlichen und wundersamen Wunschträume Erwachsener”, hieß es damals.

Und: "Statt die Urteilskraft und Phantasie junger Leser ungebeten zu verwalten, sollten Autoren so schreiben, dass sie deren Vermögen zu erfassen, zu differenzieren und zu entscheiden, weckten und verfeinerten.”
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Ossowski hatte in ihrem Roman heranwachsenden Menschen eine Wirklichkeit ohne Retusche verpasst. Kein Glitzer, keine Ponyhofidylle. Sie hatte im Winter 1977 den Abschied “vom bequemen Traum der Insel Marzipan” ausgerufen. Ist das noch ein Kinderbuch? Ist es. Und so ungeheuer wichtig, findet die Berlinerin noch immer.

Phantastisches und Nüchternes - beides bräuchten Kinder und Jugendliche, um ihre Kreativität am Leben zu erhalten, sagt sie: “Wenn ein Thema gut gebaut ist, dann wird ein Kind neugierig auf bestimmte Dinge, die will es weiterverfolgen.” In Zeiten von Smartphones und TV-Dauerberieselung seien Kinder ausgelastet. “Das ist das Furchtbare”, sagt Ossowski mit klarem Blick und markigen Worten im exklusiven NWZ-Interview 2015: "Ich sehe es ja an meiner Familie - glauben Sie mal nicht, dass meine zwölf Enkel meine Bücher gelesen haben!" 
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Als die Messe Mitte der 70-er Jahre konzipiert wurde und aus einem “Politischen Frühschoppen” der Volkshochschule Oldenburg im Jahr 1974 hervorging, hätten die Gründer wohl kaum gedacht, wie und dass sich diese noch bis ins Jahr 2017 derart facettenreich entwickeln könnte.

“Welche Bücher soll man Kindern schenken?” - so lautete die Fragestellung zum Novemberthema des damaligen Frühschoppens. Professor Dr. Wolfgang Promies - seinerzeit Prorektor der Uni Oldenburg (2002 verstorben) - referierte hier auf Einladung, sah sich schließlich aber auch mit den Wünschen der anwesenden Eltern konfrontiert, doch einmal eine Kinderbuchausstellung zu organisieren, über die sich die Bevölkerung besser informieren könne... Promies willigte ein.
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Ein Jahr später hatten Uni, Stadt und VHS im Schulterschluss die erste Veranstaltung ihrer Art auf die Beine gestellt. Allerdings vielleicht dann doch ein klitzekleines bisschen anders, als es sich die Eltern dereinst gewünscht hatten. “Sinn der Ausstellung, die jährlich stattfinden soll, ist es, Kinder, Jugendliche und Erwachsene - Eltern, Erzieher, Studenten - zu informieren und zu beraten”, hatte Promies vor der Premiere erklärt. Das klang sehr theoretisch.

Was er dann aber noch als immerwährenden Anker der Kibum auswarf, ist in der Rückschau umso wertvoller: “Das Kind, der Jugendliche, sind nicht Objekt, sondern Subjekt der geplanten Ausstellung”, sagte er, “sie sollen lesen, was sie wollen, nicht was Eltern und dergleichen Kinderfreunde für gut oder ein Erzieher für unterrichtsfördernd befunden haben.”

 Sprich: Auf eine “Gängelei” der jungen Besucher verzichtete man ausdrücklich. Allerdings mühte man sich, erwachsene Besucher mit Infoveranstaltungen und Ausstellungen zu begleiten, ihnen so ein eigenes Urteil über die Qualität der gezeigten Bücher zu ermöglichen.
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Sollte die Messe anfänglich noch möglichst klein gehalten werden, “damit es kein Reinfall wird",  konnte jeglicher folgende Ausbremsversuch nur fehlschlagen. Die Messe wurde zum Selbstläufer, entwickelte sich aus sich selbst heraus. Deshalb wurde auch der Plan, die Kibum durch alle Stadtteile Oldenburgs wandern zu lassen, rasch ad acta gelegt. Alle potentiellen Räumlichkeiten wären schlicht zu klein gewesen.

Das wiederum animierte die Macher, für 1977 eine nunmehr zweiwöchige Messe in Aussicht zu stellen. Doch von wegen: Im Folgejahr verzeichneten sie wieder deutlich weniger Besucher. Ob es möglicherweise mit den zähen Eröffnungsveranstaltungen zusammenhing, bei denen stets vermeintlich wichtige Sponsoren und Veranstalter vermeintlich wichtige Reden halten und ihre Nasen zeigen mussten?


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“Eine völlig unzensierte und nicht kommerzielle Messe - das war es doch, was wir alle wollten - und diesen Reiz des unbeobachteten Lesenkönnens - wo weder Oma, noch Vater oder Lehrer dies verbieten -, und so viel Offenheit für die eigene Urteilsbildung - das hat sie sich auch bis heute erhalten", wird Dr. Ekkehard Seeber (ab 1976 Kulturdezernent Oldenburg) Jahrzehnte später sagen. 

Er hatte 1977 den dreikäsehohen Sohnemann mit zur Eröffnung genommen - doch all die vielen unverständlichen Worte da oben ermüdeten den jungen Mann sogleich und nahmen ihm jeglichen Spaß. Also ließ er mit der Begründung „langweilig!“ eine kleine Rakete mit Zündplättchen fallen – was zunächst für einen lauten Knall und allgemeinen Schrecken, schließlich aber auch für ein Umdenken im Konzept sorgte.

Seit quasi diesem Moment ist die Messe-Eröffnung deutlich kindgerechter und spannender ausgerichtet – mit Programm, Tamtam wie Promis. 

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Wie lang mühen Sie sich schon um die Kibum - und wie fühlt es sich an?

Meine erste Kibum war im Jahr 2004, das war damals die 30. Kibum überhaupt. Es ist toll, wenn sich Planungen und Konzepte dann in jedem Jahr im November ab der Eröffnung mit quirligem Leben füllen und funktionieren, vom ersten Kibum-Tag bis zum letzten.

Fußballer schnappen sich nach großen Erfolgen den Spielball, Cineasten sichern sich Filmplakate oder Requisiten. Was nehmen Sie sich von einer Kibum mit?

Sehr intensive Begegnungen und Impulse. „Bleibend“ sind für mich seit 2010 unsere jährlichen und inhaltlich immer neuen Kibum-Bücher. Jede die Kibum besuchende Grundschulklasse erhält ein Kibum-Buchexemplar für ihre Nachbereitung und Klassenbibliothek geschenkt. So bleibt hoffentlich auch ein wenig Kibum in den Kinderköpfen – bis zur nächsten Kibum.

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“Wir haben uns damals gefragt, wie wir eine solche Provinzmesse, die außerhalb Oldenburgs kaum einer kennt, dazu bringen, dass sich die überregionale Presse dafür interessiert”, sagt er heute. Die Losung war simpel.

Für die Jury des Kinder- und Jugendbuchpreises installierte man nicht nur Pädagogen, Professoren, Schriftsteller und eine Schülerin, sondern holte sich kurzerhand mit Ute Blaich (2004 verstorben) auch die Literaturkritikerin der “Zeit” dazu. “Das war erste Sahne - und ganz bewusst so gewählt”, so Ekkehard Seeber.

1999, zur Jubiläumsveranstaltung, konnte er dann gar nicht mehr anders als die Kibum zum “geradezu unglaublichen Paradepferd Oldenburgs” zu ernennen. “Aus meiner Sicht ist die Kibum eine kulturpolitische Dauerleistung [...], mit auch national erheblichem Gewicht.”
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Nicht schlecht für eine Messe, für die in den ersten Jahren überflüssige Tische aus allen Oldenburger Schulen kurzfristig zusammengekarrt und zentral aufgebaut, schließlich mit Wachstüchern belegt wurden - “damit man die Einkerbungen verzweifelter Schüler darauf nicht sehen konnte”, sagt Dr. Ekkehard Seeber heute.

1991 wurde dann für 135.000 D-Mark echtes Messemobiliar angeschafft, 1992 folgte der Umzug von der Cäcilienschule ins deutlich größere und neue städtische Kulturzentrum PFL. 
Trotz der räumlichen Veränderung: Ein Jahr vor Volljährigkeit der Messe waren die Kinderschuhe längst viel zu klein geworden. Grund waren vor allem die Neuen Medien. Schallplatten und Kassetten hatten in den 70er und 80er Jahren immer mehr Kinder in ihren Bann gezogen, irgendwann tauchten Videorecorder auf, nun kamen plötzlich Computer ins Spiel.

Und sie stellten die Macher vor existentielle Fragen. Sollte man audiovisuellen und elektronischen Medien eine Chance geben, das klassische Buch auf einer Buchmesse zu verdrängen?
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Seeber erinnert sich da an eine “lustige Geschichte”, die letztlich das Votum pro Medienvielfalt entschied: “Wir hatten damals zwei Räume mit Computern und Spielen eingerichtet. Als ein Apparat abstürzte, hatten Dr. Rainer Fabian von der Uni Oldenburg und ich versucht, das wieder hinzubekommen.“ Was aber nicht glückte.
Zwei Zehnjährige hatten sich das Spektakel amüsiert angeschaut, sagt er, – und nach einigen peinlichen Momenten dann auch ein Einsehen mit den älteren Herrn. „Soll ich dir das zeigen? – fragte einer der Jungs“, sagt Seeber, „und dann lief das Ding nach zwei Minuten wieder.“ Das habe den Verantwortlichen damals gezeigt, dass junge Leute doch völlig anders, ja selbstverständlich, mit den neuen Medien umgingen als die Erwachsenen. Also hielt die Elektronik Einzug bei der Kibum.

Nicht ganz unproblematisch. Es wurde engagiert über einen Umzug in die Weser-Ems-Hallen diskutiert. “Die Kibum konnte ja nicht zugleich eine kleine Frankfurter Buchmesse für Kinder und Jugendliche - und eine kleine Cebit sein - und das alles noch im PFL.” Was man heute weiß: Die Idee der Messe in den Messehallen zerschlug sich, vor allem, weil man keine Großsponsoren für eine derartige Kommerzialisierung finden konnte, vielleicht ja auch nicht wollte.


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Seebers eindringliche Worte in der Jubiläumsfestschrift klingen da bis heute nach: “Die Kibum muss wählen, entweder immer größer, neuer und teurer zu werden oder sich entsprechend einem Goethe-Ausspruch zu verhalten: In der Beschränkung zeigt sich der Meister.” 

Immerhin zehn Rechner, vollgepackt mit aktuellen Simulations- und Spaßspielen, sowie iPads mit zig Bezahl-Apps können diesmal im Mediensaal des PFL von den Besuchern genutzt und ausprobiert werden. Das ist eine überschaubare Zahl - deswegen bleiben pro Daddel-Durchgang zumeist auch nur zehn bis fünfzehn Minuten, damit alle Kinder mal ran dürfen. Kostenfrei, natürlich. Wie alles bei der Kibum. Zumindest für die Besucher.

Für die Macher ist die Messe indes kein Schnäppchen. Von den anfangs 9000 D-Mark, die der mehrtägige Lesespaß 1975 kostete, ist man heute weit entfernt. Eine kleine bis mittlere sechsstellige Summe muss man da schon mal für eine Neuauflage in Personal, Energie, Deko und Organisation investieren. Nicht inbegriffen sind da die 2500 Bücher, die von den Verlagen kostenlos gen Oldenburg entsandt werden.
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Geräuschlos blieb die Kibum nicht. Skandälchen gab es immer wieder mal, zumindest in- wie externe Aufreger. Da war beispielsweise gleich im zweiten Jahr der Messe das Berliner Aufklärungstheater “Rote Grütze”, in dem die Kinder auf die Suche “nach anderen Worten für Muschi und Pimmel gingen”, notierte die Presse einst. “Die Liste der Denkergebnisse war sehenswert: Da fielen Sparbüchse, Loch und Reißverschluß ebenso wie Gurke, Steckrübe und Schlüssel.” Peinlichst berührte und moralisch gefestigte Eltern, die auf diese Weise “seelische Entkrampfungskuren” durchgemacht hätten.

Dann war da aber auch der überraschende Protest - heute würde man wohl “Flashmob” sagen - eines guten Dutzends Atomgegnern, das 1982 ganz in Weiß gewandet und teils mit Gasmasken ausgerüstet die Preisverleihung stürmte und “zu einem Lied anhob über die Vorkehrungen bei Reaktorunfällen”. Kann man so machen, war in diesem Jahr aber besonders nachwirkend, weil die Jury das thematisch gebundene Buch “Bei Hamburg leichter Niederschlag” von Heinz Knappes ausgezeichnet hatte. Aus Protest gegen den Protest während der Feierstunde verließen einige Ratsmitglieder die Veranstaltung.
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Mitte der 80-er Jahre verschwanden 250 antiquarische Bücher aus Oldenburg, wertvolle Museumsstücke aus dem Bestand der Universität, auf dem Weg von Duisburg nach Bielefeld spurlos. Sie waren zuvor begleitend zur Messe im Stadtmuseum gezeigt, dann in andere Städte verliehen worden. Die Bücher waren zwar mit 40.000 D-Mark versichert, allerdings bezeichnete man den Verlust als besonders schmerzlich, “weil unter den Büchern auch 30 unersetzliche Leihgaben aus Privatbesitz” waren. Es schmerzte allerdings nicht allzu lang: Eineinhalb Monate später tauchten sie wieder auf, nachdem die Kriminalpolizei Duisburg die Metallcontainer in einer Schule fand...

Gegensätzliche “Ansichten darüber, wie ein Kinderbuch aussehen sollte”, waren der Grund, weshalb Ute Blaich schon im Jahr 1978 aus der Jury zum Kinder- und Jugendbuchpreis zurücktrat. Ein Paukenschlag. Sie hatte - im Gegensatz zum Rest der Jury - das von Wolfgang Fischbach illustrierte Bilderbuch “Vorgestern hat unser Hahn gewalzert” als für Kinder ungeeignet befunden. Ausgezeichnet wurde es trotzdem. Ohne Blaich.
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Gleich sieben Mal wurde in der Geschichte des Oldenburger Jugendbuchpreises dann tatsächlich kein Autor ausgezeichnet. 1988 und 1990, weil der Preis aufgrund der finanziell miserablen Lage der Stadt kurzerhand nur im zweijährlichen Rhythmus vergeben wurde (bis 1991). 1994 stellte sich heraus, dass der favorisierte Titel “Muscha” von Anja Tuckermann nicht ihr Erstlingswerk war, 1998 indes galt in der Begründung der damals eingesetzten Jury “kein Werk als literarisch oder bildnerisch so herausragend”. 2006 und 2016 war es nicht anders. 2010 schließlich konnte der Preis  aufgrund einer viel zu späten Haushaltsgenehmigung nicht ausgeschrieben werden.

Und dann war da noch dieses Gerücht, dessen Wahrheitsgehalt sich erst späterhin offenbarte: Im Jahr 2003 erhielt der bis dato unbekannte Potsdamer Jürgen Schott für sein Bilderbuch “Jo im roten Kleid” den Oldenburger Kinderbuchpreis. Dumm nur: Es handelte sich dabei um ein Pseudonym des Oldenburger Literaturexperten und Kunstprofessors Jens Thiele. Der wiederum gehörte selbst jahrelang der Jury an, hatte auch viele Sonderausstellungen begleitet. Da es sich nichtsdestotrotz um ein Erstlingswerk in diesem Segment handelte, wurde die Vergabe nicht revidiert. Thiele ging dann aber doch unter seinem richtigen Namen in die Preisträger-Historie ein. Die Veranstalter zogen dennoch ihre Konsequenzen daraus
, wie die NWZ berichtete.
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Sei`s drum. Der eigentlich größte Skandal in der Historie aber wird möglicherweise für viele Kibum-Liebhaber das Ende des eher krude wirkenden “Viehs” gewesen sein (Hintergrundfoto). 

Das Tier mit dem pferdeähnlichen Kopf und Schafbeinen, dazu einem geblümten Schweif, wurde 1975 geboren. Mit ihm warb die Stadt auf Plakaten und in Prospekten um Aufmerksamkeit - und das gelang ihr hervorragend.

Die Oldenburger Grafikerin Karin Ritzel hatte das Fabelwesen erfunden. Mit seinem 25. Geburtstag, zum Jubiläum der Kibum 1999, verschwand es von den Plakaten. Aus den Köpfen der jungen Fans aber sicher bis heute nicht.
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Zahlreiche wunderschöne und mit ganz viel Herz entstandene Veranstaltungsplakate hat die Kinder- und Jugendbuchmesse in den vergangenen Jahren hervorgebracht.

Eine wirklich nur klitzekleine Auswahl finden Sie auf der folgenden Seite.
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Raus aus der Historie, hinein in die Zukunft! Wenn die größte deutsche, nicht kommerzielle Messe ihrer Art am 3. November eröffnet wird, dann geschieht das mit einem immensen Rahmenprogramm aus Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen und vielen weiteren Angeboten. 

Wir haben auf den folgenden Seiten die besondersten und einige, aber längst nicht alle lohnenswerten Momente der elftägigen Messe herausgestellt.

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Tiere in der Kinderliteratur – lassen sich da nicht nahezu 98 Prozent aller Werke für die diesjährige Kibum heranziehen?

Das gewählte Thema erfreut sich größter Beliebtheit: Tiere sind Protagonisten der Kinderliteratur. Sie tummeln sich im Bilderbuch für die Allerkleinsten, Menagerien bevölkern das Kinderbuch, Animal-Fantasy begeistert ältere Kinder und Jugendliche. Sprechende Tiere in der Literatur gibt es seit nunmehr über 2600 Jahren, seit Äsops „Fabeln“. Die Kibum wird in jedem Jahr „neu erfunden“, entweder mit dem Fokus auf ein Land und seine Kinder- und Jugendliteratur oder – wie in diesem Jahr – mit der Konzentration auf ein Thema. „Tiere“ in der KJL sind natürlich besonders spannend und berühren jeden.

Sind Kinderbuchautoren da auch die besseren Menschen?

Ich erlebe Kinderbuchautoren und -autorinnen und überhaupt Akteure der Kinderbuchszene oft als besonders sensible und sensitive Menschen, die sich Gedanken machen um ihre Klientel – die Kinder. Viele haben in ihrer eigenen Kindheit die Erfahrung gemacht, dass das Lesen und Bücher ihnen Welten erschlossen haben. Sie wissen um die potentielle Wirkungsmächtigkeit von Kinder- und Jugendbüchern.

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238 Erstlingswerke (64 Bücher und 174 Manuskripte) wurden zum diesjährigen Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg eingesandt.

Im Rahmen der Kibum lesen die Nominierten am Mittwoch, 7. November, von 15 bis 16 Uhr in der Kinderbibliothek am PFL aus ihren Werken. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird dann bei der offiziellen Verleihung am Abend verkündet.

Der Preis ist mit einer Ehrengabe von 8000 Euro verbunden. Er wird an Autoren und Illustratoren verliehen, die erstmals mit einem eingeständigen Werk auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur an die Öffentlichkeit treten.

Mit dem Preis möchte die Stadt Oldenburg einen Beitrag zur Förderung von innovativen und kreativen Ideen (noch) Unbekannter leisten, heißt es.

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In die nähere Auswahl für den Preis 2018 kommen somit nach Sichtung und Bewertung durch die Jury ein Bilderbuchtext, ein Jugendbuch sowie ein Jugendbuchmanuskript.

 Die Jury entschied sich für folgende Autorinnen und Werke:

Maya Alou » aus Freiburg mit ihrem Bilderbuchtext „Herbstspaziergänge“

Michèle Minelli » aus Uesslingen mit ihrem Jugendbuch „Passiert es heute? Passiert es jetzt?“ (Verlag Jungbrunnen)

Stephanie Quitterer » aus Berlin mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Weltverbessern für Anfänger“  



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Maya Alou wurde 1990 in Kassel geboren. Das Studium der Anglistik und Germanistik mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft absolvierte sie in Konstanz, Aberystwyth (UK) und Freiburg. Ihren Master in "Neuerer deutscher Literatur, Kultur und Medien" wird sie vorraussichtlich im Frühjahr 2019 abschließen. Neben dem Studium machte Maya Alou eine theaterpädagogische Ausbildung zur Spielleiterin und hat bisher an mehreren Theaterprojekten mitgewirkt.

Außerdem verfasst sie Gedichte, die sie in einem persönlichen Lyrikband
irrtümlicherweise. Gedichte und Tuuli versammelt hat. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Freiburg.

Zum Inhalt von „Herbstspaziergänge“:
Eine Geschichte von Frau und Herrn Apfelschnitz, die alles zusammen machen - vom Arbeiten bis zum Zähneputzen. Sie haben sich so lieb, dass sie sich sogar dazu entschließen, ihren Nachnamen zu teilen. Doch eines schönen Tages ziehen plötzlich Gewitterwolken auf, die auch vor dem Kopf der kleinen Frau Apfelschnitz nicht Halt machen und einiges durcheinanderbringen. Gut, dass es den kleinen Herrn Apfelschnitz gibt, der hat nämlich für alles eine Lösung! 


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Michèle Minelli wurde 1968 in Zürich geboren und arbeitete zuerst als Filmschaffende, später als freie Schriftstellerin. Sie schreibt Romane, Sachbücher und probiert gerne verschiedene Textformen aus.

Mit 40 absolvierte sie das Eidgenössische Diplom als Ausbildungsleiterin und unterrichtet seither regelmäßig „Kreatives Schreiben“ und andere Themen in literarischen Lehrgängen.



Zum Inhalt von "Passiert es heute?":
Wolfgang wird von der Polizei in die geschlossene Jugendpsychiatrie gebracht. In seinen Gesprächen mit dem Psychologen entsteht langsam das Bild einer Familie, die vom tyrannischen Vater völlig beherrscht wird. Wolfgang hat immer versucht, seine Mutter und seine jüngere Schwester Leonie zu schützen. Aber die Mittel, mit denen der Vater seine Familie unterdrückt, werden zunehmend drastischer, bis er sie sogar mit seiner Armeewaffe bedroht. Eines Tages hält Leonie die Waffe in der Hand – und dann passiert etwas Schreckliches.

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Stephanie Quitterer wurde 1982 in Niederbayern geboren. Hat in Rio de Janeiro mit Augusto Boal in Jugendgefängnissen gearbeitet, in Berlin und Kairo Politik studiert, tagsüber im Bundestag gelitten, nachts in Clubs gejobbt, in Moskau zu viel Wodka getrunken und in München ein Regiestudium in den Sand gesetzt. Hat beim Film Bierbänke und auf der Bühne des Maxim Gorki Theaters ein Fettkostüm getragen, am Thalia Theater Hamburg Petras protokolliert, Pollesch die Kamera geführt, Schauspielern souffliert, dabei nicht das große Geld, dafür aber jede Menge Sporen verdient.

Ist wegen dieser Sporen als feste Regieassistentin am Deutschen Theater Berlin gelandet. Sehr gute Zeit, in der sie lange und nach Herzenslust all den großen Namen assistierte und schließlich selbst inszenierte, bis 2011 ihre Tochter geboren wurde.
Die schnallte sie sich für ihr Projekt "Rotkapi" vor den Bauch und lud sich in 200 Tagen bei 200 fremden Menschen in 200 fremden Wohnungen spontan zu Kaffee und Kuchen ein. Aus ihren Gesprächen an fremden Küchentischen wurde erst ein Blog, dann ein Buch: "Hausbesuche - wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte", erschien 2016 im Knaus Verlag.

Seither sitzt sie als freie Autorin an ihrem Schreibtisch in Berlin, als Stipendiatin der Franz-Edelmaier-Residenz für Literatur und Menschenrechte und als Writer in Residence des Goethe Instituts auch an Schreibtischen in Meran, Italien, und Broumov, Tschechien – und ist noch glücklicher als je zuvor.

Zum Inhalt von „Weltverbessern für Anfänger“:
An Minnas Schule wird ein Wettbewerb ausgeschrieben: Weltverbessern für Anfänger. Die Klasse, die ihr alltägliches Umfeld am herausragendsten verbessert, gewinnt eine Klassenreise. Aber gute Weltverbesserungsideen zu finden, ist gar nicht so einfach.

Als kurz darauf Minnas Oma mit einem Hirngerinnsel im Pflegeheim liegt, ist die Sache aber klar: Minna gründet einen Besuchsdienst im Pflegeheim. Gar nicht so leicht, die anderen in der Klasse zum Mitmachen zu bewegen. Aber Unterstützung kommt aus den unverhofftesten Ecken: Pawel, für den Minna heimlich schwärmt, und auch der Christophschnösel scheint gar nicht so ein Idiot zu sein.
Das Besuchen kommt in Fahrt. Aber als dann bei Frau Insunza Schmuck verschwindet, die Schnedelbachtochter gegen die Fremdbesucher auf die Barrikaden geht und der wilde Herr Greulich beim Tanztee um ein Haar das Zeitliche segnet, steht das Pflegeheimbesuchen vor dem Aus. Da hat ausgerechnet Peter, der neue Möchtegernfreund von Minnas Mama, eine Idee. Ob man so vielleicht doch noch den Wettbewerb gewinnen könnte?

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Wer hat den Kinder- und Jugendbuchpreis in der über 40-jährigen Geschichte schon einmal erhalten, wer war gut platziert - und womit? Diese Liste der Stadt gibt Aufschluss:

1977
Leonie Ossowski, Die große Flatter. Weinheim: Beltz und Gelberg, 1977
Dietlof Reiche, Der Bleisiegelfälscher. Modautal-Neunkirchen: Anrich, 1977
Hanni Schaaf, Plötzlich war es geschehen. Wien, München: Jugend und Volk, 1977

1978
Franz Hohler, Tschipo. Neuwied und Darmstadt: Luchterhand, 1978
Dagmar Kekulè, Ich bin eine Wolke. Reinbek: Rowohlt, 1978
Wolfgang Fischbach, Vorgestern hat unser Hahn gewalzert. Eine Geschichte von Bernd Jentzsch. Köln: Middelhauve, 1978

1979
Sabine Friedrichson (Hrsg.), Fundevogel und andere Lieblingsmärchen. Weinheim: Beltz und Gelberg, 1979
Monika Pelz, Anna im anderen Land. Wien und München: Jungbrunnen Verlag, 1979

1980
Mirjam Pressler (FOTO), Bitterschokolade. Weinheim: Beltz und Gelberg, 1980

1981
Anatol Feid, Dein Vater ist ein Verräter. Mainz: Matthias-Grünewald Verlag, 1991
Einar Schleef, Arthur. Eingereicht als Manuskript, signierte Einzelexemplare wurden veröffentlicht, gelangten aber nicht in den Buchhandel

1982
Nikolaus Heidelbach, Das Elefantentreffen. Weinheim: Beltz und Gelberg, 1982
Heinz Knappe, Bei Hamburg leichter Niederschlag. Baden-Baden: Signal Verlag, 1982

1983
Michael Brenner, Am Beispiel Weiden: jüdischer Alltag im Nationalsozialismus. Würzburg: Arena, 1983
Gudrun Maecker, Anna und der Tatzelwurm. Illustration: Helme Heine. Modautal-Neunkirchen: Anrich, 1983

1984
Martin Hülsmann, Drüben bei uns: eine Begegnung mit der DDR. Würzburg: Arena, 1984
Karin Schanne, Anschläge: der rasende Reporter Egon Erwin Kisch. Stuttgart: Klett, 1983

1985
Carl Gredé, Wie oft hat man mich umgebracht: die 113 Zettel des Daniel C. Wien, München: Verlag Jungbrunnen, 1985
Hanna Lehnert, Wie ein rostiger Nagel im Brett – oder: Die zweite Flucht. Eingereicht als Manuskript, erschienen Kevelaer: Anrich, 1986

1986
Jochen Sommer, Rosas Gold und die Schatzgräber. Kevelaer: Anrich, 1986
Heike Ellermann, Ein Brief in der Kapuzinerkresse. Eingereicht als Manuskript, erschienen Weinheim: Beltz und Gelberg, 1987

1987
Regula Venske, Ach Fanny! Vom jüdischen Mädchen zur preußischen Romanschriftstellerin. Als Manuskript eingereicht, erschienen Berlin: Elefanten-Press, 1988
Gert Loschütz, Das Pfennig-Mal. Die Geschichte von Tom Courteys Ehre und Benjamin Walz' Schande. Darmstadt und Neuwied: Luchterhand, 1986

1988
Der Preis wird nicht ausgeschrieben, weil ein zweijähriger Vergabeturnus festgelegt wurde

1989
Karin Grütter und Annemarie Ryter, Stärker als ihr denkt. Ein Kapitel verschwiegener Geschichte. Solothurn: Aare, 1988

1990
Der Preis wird entsprechend des Vergabeturnus nicht ausgeschrieben.

1991
Henning Pawel, Joschkas Hund. Berlin: Der Kinderbuch-Verlag, 1991
Bernd Mölck, Enrico und der Leopardenflieger. Hamburg: Oetinger, 1990

1992
Ulrike Boljahn, Das Familienalbum. Text: Sylvia Deinert und Tine Krieg. Oldenburg: Lappan, 1993

1993
Josef Holub, Der rote Nepomuk. Weinheim: Beltz und Gelberg, 1993

1994
Der Preis wird nicht vergeben, weil sich die Jury nicht auf einen Preisträger festlegen möchte

1995
Juliane Plöger, Koch Eduard träumt. Text: Anja Goller und Thomas Brinx. Esslingen: Esslinger-Verlag F. J. Schreiber, 1995

1996
Wiebke Oeser, Bertas Boote. Eine Geschichte mit drei Enden in Bildern und Worten. Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 1997

1997
Helene Kynast, Alles Bolero. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag, 1997
Sigurd Pruetz, Cornelius oder Weil man dann etwas anderes findet. Eingereicht als Manuskript, erschienen Weinheim: Beltz und Gelberg, 1998

1998
Der Preis wird nicht vergeben, weil sich die Jury nicht auf einen Preisträger festlegen möchte

1999
Zoran Drvenkar, Niemand so stark wie wir. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1998

2000
Nadia Budde, Eins zwei drei Tier. Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 1999

2001
Burkhard Spinnen, Belgische Riesen. Frankfurt am Main: Schöffling, 2000

2002
Tamara Bach, Marsmädchen. Hamburg: Oetinger, 2003

2003
Mirijam Günter, Heim. Eingereicht als Manuskript, erschienen Deutscher Taschenbuchverlag, 2009
Jens Thiele, Jo im roten Kleid. Eingereicht als Manuskript,
erschienen Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 2004

2004
Manuela Olten, Echte Kerle. Zürich: Bajazzo, 2004

2005
Sofie Koffa, Störung der Totenruhe. Eingereicht als Manuskript, erschienen Karlsruhe: GolubBooks, 2014

2006
Der Preis wird nicht vergeben, weil die Jury keine Einsendung für preiswürdig erachtet

2007
Beate Teresa Hanika, Malvina in der Seifenblase. Eingereicht als Manuskript, erschienen Frankfurt am Main: Fischer, 2009

2008
Gabi Kreslehner, Ringlotten am Erdbeerbaum. Eingereicht als Manuskript, erschienen Weinheim: Beltz und Gelberg, 2008

2009
Veronika Rotfuß, Mücke im März. Hamburg: Carlsen, 2008
Kirsten Reinhardt, Fennymores Reise oder warum Stinkesocken manchmal auch nützlich sein können. Eingereicht als Manuskript, erschienen Hamburg: Carlsen, 2011

2010
Der Preis kann aufgrund der späten Haushaltsgenehmigung nicht ausgeschrieben werden

2011
Nils Mohl, Es war einmal Indianerland. Hamburg: Rowohlt, 2011

2012
Rolf Lappert, Pampa Blues. München: Hanser, 2012

2013
Sabine Raml, Heldentage (do what you love). Eingereicht als Manuskript, erschienen München: Heyne 2015

2014
Lara Schützsack, Und auch so bitterkalt. Frankfurt am Main: Fischer KJB, 2014

2015
Florian Wacker, Dahlenberger. Berlin: Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2015

2016
Der Preis wird nicht vergeben, weil die Jury keine Einsendung für preiswürdig erachtet

2017
Julya Rabinowich, "Dazwischen: ich", 2017

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Abseits all dieser ausgezeichneten Bücher - was wäre die Kinderbuchmesse nur ohne das wunderschön gezeichnete Begleitbuch? In der Regie der Stadtbibliothek ist für die Auflage 2018 das Kinderbuch "Zum Mäusemelken!" entstanden.

Die renommierte Berliner Kinderbuchautorin und Illustratorin Nadia Budde hatte gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule Bürgeresch an Texten und Zeichnungen rund um Mäuse-Redewendungen wie „eine graue Maus“ oder „arm wie eine Kirchenmaus“ gearbeitet.


Neben den eigenen Zeichnungen und Texten können die jungen Leserinnen und Leser in der witzigen Geschichte „Die Tochter des Mäusekönigs“ von Paul Maar schmökern. Hierfür gestaltete der Kibum-Schirmherr exklusiv Mäuse-Illustrationen.

Ein "Making-of" zeigt Nadia Budde und die Kinder bei ihrer intensiven Arbeit. Interviews mit Paul Maar und Nadia Budde runden das KIBUM-Lesebuch ab.    

Übrigens: Am Samstag, 3. November, werden die Kinder ab 15 Uhr die Tier-Kibum mit Paul Maar und seinem "Gedichte-Zoo" im Großen Saal des Kulturzentrums PFL, Peterstraße, eröffnen. Ein Projekt-Chor mit Kindern der Musikschule der Stadt singt tierisch tierische Lieder mit Texten von Paul Maar - unter der Leitung von Ida-Marlene Willach.

Das Buch wurde von Andrey Gradetchliev gestaltet.

(Alle Grundschulklassen, die die Kibum besuchen, erhalten ein Exemplar des Buchs als Geschenk von Cewe und der Kibum gegen Vorlage der kopierten Anmeldebestätigung beim Betreten der Messe.)



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Heinz-Rudolf Kunze, Janosch - und nun auch noch Paul Maar: Die Quantität und Qualität jener "Promis", die ihren Schirm im Wechsel schützend über die Kibum halten, ist schlicht  beeindruckend.  

Maar, 2018 Schirmherr, ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren und extrem vielseitig. So arbeitete er als Buch-, Theater- und Drehbuchautor, Illustrator und Übersetzer. Vor genau fünfzig Jahren erschien sein Debüt „Der tätowierte Hund“ im Oetinger Verlag, seitdem hat er mehr als 90 Werke verfasst.

Die Kibum widmet ihm nun die große Bilderbuchkunst-Ausstellung „Tiere, Samse, Bilderrätsel – Bilderbuchkunst von Paul Maar“ mit einem großen Veranstaltungsprogramm. Paul Maar eröffnet die Ausstellung am Sonntag, 4. November, um 15 Uhr gemeinsam mit Kindern der Paul-Maar-Grundschule in Oldenburg.

Die Ausstellung befindet sich nur 74 Schritte vom Messestandort PFL entfernt in der Peterstraße 1 und ist auch über die Kibum hinaus noch bis zum 25. November zu sehen (täglich 10 bis 18 Uhr). Sie zeigt über einhundert Original-Illustrationen aus allen Schaffensperioden von Paul Maar, der viele seiner Kinderbücher ausdrucksstark selbst illustriert hat.

 Mit dabei sind tierische Bilderbuchhelden, wie das kleine Känguru, aber ebenso das freche, Wünsche erfüllende Sams. Die ausgestellten Bilderrätsel zeigen Maar einmal mehr als virtuosen Wortkünstler, der Spaß an der Sprache weckt. Neben kunstvollen Feder- und Aquarell-Zeichnungen werden Original-Filmkostüme wie das des Sams’ und Filmrequisiten präsentiert. Dokumentarische Kurzfilme, die Maar bei der Arbeit und in Interviews zeigen, ergänzen die Schau. Außerdem liegen seine Bücher zum Schmökern aus.

Paul Maar wurde 1937 in Schweinfurt geboren, studierte Malerei und Kunstgeschichte und war einige Jahre als Lehrer an einem Gymnasium tätig, bevor er sich ganz auf seine Arbeit als freier Autor und Illustrator konzentrierte. Sein Werk wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem E.T.A.-Hoffmann-Preis. Zu Maars bekanntesten Figuren gehören das Sams, der zwischen Tier- und Menschenwelt wandelnde Herr Bello und der von orientalischen Abenteuern träumende Lippel.

Paul Maar schuf das aktuelle Plakat zur Bilderbuchkunstausstellung und exklusiv für die Kibum diverse Illustrationen.








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Wie kam denn der Kontakt zu Paul Maar zustande?

Paul Maar schätzt die Kibum sehr und wir ihn als einen der hochkarätigsten und beliebtesten deutschen  Kinder- und Jugendbuchautoren. Er ist diesjährig der perfekte Schirmherr für uns: Vor genau 50 Jahren erschien sein Erstling „Der tätowierte Hund“, und eine große Karriere startete. Dieses „Dienstjubiläum“ wollen wir gemeinsam feiern.

Mal ganz vorsichtig gefragt: Hat Paul Maar das Plakat selbst gestaltet oder wurde ihm ein potenzieller Entwurfswunsch vorgelegt?

Unser Schirmherr hat uns mit größtem Vergnügen die bunte Menagerie selbst gestaltet. Paul Maar ist sicherlich als Autor bekannter, aber ebenso ein ganz ausgezeichneter Illustrator vieler seiner Werke.
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Nisthilfen selber machen, Papiertheater oder auch eine Einführung in die Stop-Motion-Technik - das sind spannende Workshops, die man trotz der inhaltlichen Nähe nicht unbedingt bei einer Kinderbuchmesse, sondern eher im Landesmuseum Natur und Mensch vermutet hätte.

Doch obacht! Erstmals in der Kibum-Geschichte wird es eine gemeinsame Sonderausstellung von Museum und der Uni-Forschungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur mit dem Titel "Erzähl mir vom Tier - Tiere in der Kinderliteratur und in der Natur"  geben.

Sie wird im Rahmen der Kibum am Sonntag, 4. November, um 11.15 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch eröffnet und bis zum 28. April 2019 zu sehen sein. Der Eintritt in die Ausstellung ist für Schulklassen während der Kibum-Laufzeit kostenfrei.     Im Zentrum der Ausstellung steht die Frage nach der Beziehung zwischen Mensch und Tier, und zwar aus der kinderliterarischen und der naturkundlichen Perspektive.

Tiere haben in der Kinderliteratur seit jeher einen besonderen Stellenwert, etwa in Märchen und Fabeln, hier stehen Tiere meist als Chiffre für den Menschen. Die Ausstellung rückt dagegen Werke in den Blickpunkt, in denen Tiere ihr Aussehen und ihr natürliches Verhalten überwiegend beibehalten. Dazu zählen Klassiker wie Bambi, Biene Maja, „Die Konferenz der Tiere“, aber auch aktuelle Kinderromane wie die Erzählungen des Hamsters Freddy oder der Katzenfrau Minusch und einige Bilderbücher.

Die ausgewählten Werke und Ausschnitte aus ihren Verfilmungen bieten spannende Anknüpfungspunkte sowohl für naturkundliche Fragestellungen als auch für zentrale Fragen zu unserem eigenen Selbstverständnis und zu unserer Beziehung zu Tieren. Es zeigt sich, dass noch viel Tier in den Figuren steckt. Noch überraschender ist vielleicht, wieviel wir eigentlich von uns Menschen berichten, wenn wir von Tieren erzählen.    

Die interdisziplinäre und interaktive Ausstellung spricht Kinder und Erwachsene an. Auf rund 400 Quadratmetern lädt die Inszenierung dazu ein, beim Verweilen und durch Ausprobieren Biene Majas Freunde und Feinde kennenzulernen, Bambis Verwandtschaftsverhältnisse zu entdecken und sprechende Tiere zu erleben. Einen besonderen Perspektivwechsel können Besucherinnen und Besucher wagen und sich in einen „menschengerechten“ Käfig begeben. Wie fühlt es sich an, wie ein Haustier in einem Käfig zu sein?

Im Kontext der vorgestellten Werke sind zahlreiche naturkundliche Exponate zu sehen. Bereichert wird die Sonderausstellung durch Projektarbeiten von Studierenden der Universität Oldenburg. In Stop-Motion-Filmen werden Tierpräparate lebendig und Papiertheater erzählen Geschichten von der Sehnsucht nach Freiheit.
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Welches Potenzial bergen moderne Kinder- und Jugendbücher für die Vermittlung von Sprache und Kultur? Und was sind sprachsensible Zugänge? Die Uni bot im vergangenen Jahr zur Kibum ein entsprechendes Symposium an. Wir sprachen mit Leiter Prof. Dr. Jörn Brüggemann.

Spitz formuliert: Sind Kinder und Jugendliche überhaupt noch in der Lage, längere Stücke und damit ganze Reizwelten zu ertragen, sich also nicht allein auf kurze Informationen einzulassen?


Brüggemann: Es gibt keinen Grund, kulturkritische Klagegesänge anzustimmen. Der Anteil der Jugendlichen, der außerhalb der Schule freiwillig Bücher liest, liegt seit Jahren konstant bei ca. 40 Prozent. Wir wissen aber aus vielen Studien, dass Kinder und Jugendliche, die mit einem wenig reglementierten Fernseh- beziehungsweise Medien-Konsum aufwachsen und in ihrem Umfeld nicht auf Personen treffen, die ihnen eine literaturaffine Einstellung vorleben, freiwillig nicht zur Literatur greifen würden und – was noch schlimmer ist – Nachteile bei der Entwicklung schriftsprachlicher Lese- und Verstehensfähigkeiten haben, ohne die gesellschaftliche Teilhabe schwer möglich ist. Mit unserem Symposium wollen wir Perspektiven aufzeigen, vor welchen Herausforderungen wir dabei stehen und welche Potenziale aktuelle Kinder- und Jugendliteratur birgt, um diese zu bewältigen.

Wie hat sich denn das Leseverhalten von Kindern und Jugendlichen verändert?

Brüggemann: Kinder- und Jugendliteratur erscheint heute häufig in Medienverbünden und umfasst damit eine große Spannbreite von medialen Darstellungsformen mit extrem unterschiedlichen Komplexitätsgraden und Zugangsmöglichkeiten, etwa wenn ein Roman nicht mehr nur als Buch, sondern begleitet von Hörbuch, Film, Serie, App etc. veröffentlicht wird. Das verändert den Umgang mit Literatur. Wenn Kinder- und Jugendliche bereits vor und außerhalb der Schule Erfahrungen mit Medienverbünden machen, dann verfügen sie bereits implizit über Erfahrungen mit Fiktionalem, mit Narrationen, medialer und ästhetischer Urteilsbildung etc., an denen man in der Schule anknüpfen kann. Wie das gelingen kann, ist ein Aspekt unseres Symposiums.

Die Universität trägt durchaus Mitverantwortung an Konzept – und Erfolg – der Kibum. Welchen Wert misst die Forschungsstelle der Zusammenarbeit tatsächlich bei?

Brüggemann: Die jährlichen Themenstellungen der Kibum veranlassen Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Disziplinen, ihren Blick immer wieder neu auf den Gegenstand Kinder- und Jugendliteratur zu richten. Sie sind für uns ein Anlass, Kooperationen mit Kollegen fachfremder Disziplinen einzugehen, um kulturelle, mediale und künstlerische Entwicklungen transdisziplinär in den Blick zu nehmen. Daraus ergeben sich wichtige Impulse für die Forschung, die neue Fragestellungen ermöglichen. Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Forschungen aus dem Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache haben gezeigt, dass der Erwerb von sogenannten Fach- und Bildungssprachen für den fachlichen Lernerfolg von Heranwachsenden mit und ohne Migrationshintergrund eine Hürde darstellt, an der sie ohne systematische Unterstützung scheitern. Wir zeigen in unserem Symposium, dass diese Erkenntnis auch ästhetische Bildungsprozesse betrifft und entwickeln Vorschläge für einen sprachsensiblen Umgang mit Kinder- und Jugendliteratur.








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Die Besucherzahlen halten sich seit einigen Jahren stetig die Waage. Gibt es vielleicht Bedarfe oder den Wunsch, noch mehr Menschen zu erreichen?

Großen Bedarf an Leseförderung gibt es immer, das ist ja unsere Motivation. Wir haben mit der Kibum sehr viel erreicht und schöpfen unsere Möglichkeiten maximal aus.

Was im vergangenen Jahr scheinbar etwas in der Masse unterging, war das Kinderfilmfestival... wie läuft es in diesem Jahr?

Seit 37 Jahren ist das Kinderfilmfestival im Rahmen der Kibum unverzichtbar und bereichernd. Kibum und das Casablanca bilden ein hervorragendes Team, viele Autorenlesungen finden zudem im Casa statt. Wir freuen uns gemeinsam darauf, dass Paul Maar für ein Publikumsgespräch nach der Filmvorführung von „Lippels Traum“ ins Casa kommen wird. Das Cine k wird zudem im PFL ein tierisches Kurzfilm-Programm zeigen und ist damit – nach der Schweden-Kibum – zum zweiten Mal dabei.


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Zahlreiche spannende Lesungen hat die Kibum während ihrer Messetage im Programm, dabei werden auch einige hochaktuelle Autoren und Geschichten zu hören sein.

Beispielsweise Stefanie Höfler, die aus ihrem für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Jugendroman „Tanz der Tiefseequelle“ liest, der sich um Mobbing, Zivilcourage und eine ganz besondere Freundschaft dreht. Die beiden Lesungen werden von Rabea Franke, Felix Bajus und Dennis Kirsch von der Graf-Anton-Günther-Schule mitgestaltet, unterstützt von ihrer Lehrerin Doris Petersen. Sie finden am Dienstag, 6. November, um 9.30 Uhr und 11 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch statt.

Studierende der Münster School of Design lesen aus ihrer ambitionierten Anthologie „Vom Verschwinden der Tiere“. Das Buch folgt der Fragen, warum Tiere wegen uns Menschen aussterben müssen. Die Texte und Grafiken zeigen das große Talent und die außergewöhnliche Stilvielfalt der Studierenden. Das inspirierende Buch ehrt jene Tiere, denen man auf unserem Planeten nicht mehr begegnen kann. Die drei Studierenden Jan Altehenger, Daniela Heiny und Jonas Dinkhoff stellen ihr Buch in zwei interaktiven Schulklassen-Lesungen vor: am Mittwoch, 7. November, 9.30 Uhr und 11 Uhr, im Landesmuseum Natur und Mensch.    

Claudia Praxmayer präsentiert ihren fesselnden Thriller rund um das brandaktuelle Thema „Bienen“ in zwei Lesungen für Jugendliche. Die Protagonistin Mel findet eines Tages eine tödliche Miniatur-Drohne vor dem Bienenstock im Garten, die es offensichtlich auf ihre lebenden Artgenossen abgesehen hat. Mel und ihre Freunde beginnen nachzuforschen, wer die Bienen ausrotten will und geraten in eine hochbrisante Verschwörung. Neben der Lesung erzählt Claudia Praxmayer von der Entstehung des Buches und von ihrem Engagement für den Artenschutz: Sie entwickelte ein Programm zum Schutz von Weißen Haien, war bei den Schneeleoparden in den Bergen Kirgistans und kämpft um den Schutz von gefährdeten Tierarten wie Haien, Elefanten, Schneeleoparden und Gorillas. Die Lesungen finden am Dienstag, 13. November, 9.30 Uhr und 11 Uhr, im Landesmuseum Natur und Mensch statt.      

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Viele Autorinnen und Autoren lassen es sich dabei nicht nehmen, ihre aktuellen Kinderbücher persönlich auf der Kibum vorzustellen:

Die promovierte Bestsellerautorin Tanja Kinkel beherrscht viele Genres und erzielt damit Millionenauflagen: Historische Romane, Fantasy, Krimi, Thriller, Drama. Als Kinderbuchautorin wird Kinkel am Eröffnungswochenende der Kibum ihr Bilderbuch „Der Wal und das Mädchen“ präsentieren sowie am Montag für Grundschulklassen. Nach ihren Lesungen mit Bilderbuchkino erzählt Tanja Kinkel anschaulich von den Giganten der Meere und zeigt tolle Fotos: am Samstag, 3. November, 17.15 Uhr, und Sonntag, 4. November, 15.45 Uhr, in der Stadtbibliothek sowie am Montag, 5. November, 9 Uhr und 10.45 Uhr im Wilhelm13.    

In Antje Szillats und Jan Bircks „Flätscher – Schurken voraus“ dreht sich alles um das coolste Stinktier der Stadt. Der immer hungrige Meisterdetektiv wird von seiner Autorin Antje Szillat in drei Lesungen zum Leben erweckt und von seinem Illustrator im frischen Comicstil für die Kinder live gezeichnet: am Dienstag, 6. November, um 9.30 Uhr und 11 Uhr im Forum St. Peter.

Margit Auers „Schule der magischen Tiere“ bricht alle Rekorde – bereits mehr als eine Million Bücher verkauften sich bislang von der Reihe um die fantastischen und sprechenden Tiere und ihre in der Wintersteinschule lebenden Kinder-Freunde. In einer kinderliterarischen Weltpremiere präsentiert Margit Auer zur Kibum ihr allerneuestes Abenteuer: „Hin und weg“, den zehnten Band der Reihe, der im Buchhandel erst ab Ende November erhältlich ist. Außerdem liest sie aus Band 9, „Versteinert!“. Die Lesungen finden statt am Sonntag, 11. November, um 12 Uhr und 17 Uhr in der Stadtbibliothek, Montag, 12. November, um 9 Uhr und 11 Uhr im Casablanca Kino sowie 15.30 Uhr im Wilhelm13 und schließlich am Dienstag, 13. November, 9 Uhr und 11 Uhr, im Casablanca Kino.  

Die druckfrischen Abenteuer seiner populären Kuh Lieselotte hat der Illustrator und Autor Alexander Steffensmeier im Gepäck. Er stellt die Bilderbücher „Lieselotte will nicht baden“ sowie „Lieselotte hat Langeweile“ für Kita- und Grundschulkinder in insgesamt fünf Veranstaltungen vor. Die detailverliebten Illustrationen voller Situationskomik werden jeweils groß projiziert: am Mittwoch, 7. November, um 9.30 Uhr und 11 Uhr im Forum St. Peter sowie am Donnerstag, 8. November, um 9 Uhr und 10.15 Uhr im Casablanca Kino.  

Nadia Budde fühlt sich der Kibum in besonderer Weise verbunden. Vor achtzehn Jahren startete ihre Bilderbuch-Karriere in Oldenburg, als sie für ihr Debüt den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis gewann. Seit vier Jahren gehört Nadia Budde nunmehr selbst der Jury für den Nachwuchspreis an. Budde präsentiert ihre tierischen Bilderbücher „Eins zwei drei Vampir“, „Und außerdem sind Borsten schön“ sowie „Vor meiner Tür auf einer Matte“ in verschiedenen Lesungen am Donnerstag, 8. November, und Freitag, 9. November, jeweils um 9 Uhr und 10.45 Uhr im Wilhelm13.    
Katharina von der Gathens witzig-informatives Sachbuch „Das Liebesleben der Tiere“ wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. „Wie machen das die Tiere?“ – das wollen Kinder immer wieder von der Autorin und Sexualpädagogin wissen. Sie begann zu forschen und stieß auf einen faszinierenden Reichtum an Verführungskünsten, Liebesspielarten und Familienformen. Die Autorin ist für zwei Lesungen zu Gast, am Freitag, 9. November, 9.30 Uhr und 11 Uhr, im Forum St. Peter.  

Christine Paxmann stellt in vier Lesungen ihre beiden Sachbücher „Hunde – Helden auf vier Pfoten“ und „Wilde Tiere – Ungezähmt in der Wildnis“ vor. Beide Titel sind im Relaunch der bekannten Sachbuchreihe „Was ist Was?“ erschienen. Die Lesungen finden am Dienstag, 6. November, und Mittwoch, 7. November, jeweils um 9 Uhr und 11 Uhr im Wilhelm13 statt.    

Der Autor und Illustrator Torben Kuhlmann führt mit seinem Mäuseabenteuer „Edison: Das Rätsel des verschollenen Mäuseschatzes“ derzeit die Spiegel-Bestsellerliste im Bereich Bilderbuch an. Der junge Mäuserich Pete macht darin eine Entdeckung, die die Menschheit für immer erleuchten wird. Kuhlmann bringt sein Bilderbuchkino mit und wird live zeichnen: am Montag, 12. November, 9.30 Uhr, 11 Uhr und 15.15 Uhr, im Forum St. Peter sowie am Dienstag, 13. November, um 8.30 Uhr in der Stadtteilbibliothek Flötenteich und um 10.45 Uhr in der Stadtteilbibliothek Eversten.  

Die Berliner Autorin Sabine Ludwig zählt zu den erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorinnen und wurde zur „Lesekünstlerin“ gekürt. Zur Kibum hat sie gleich mehrere Bilder- und Kinderbücher im Gepäck: Für die Kleinsten „Die Tür bleibt zu“ und „Die Geschichte vom kleinen Schweinchen“, für Kinder im Grundschulalter liest sie „Kater Konrad“ und „Serafinas Geheimnis – 3 x schwarzer Kater“. Verschiedene Lesungen gibt es am Sonntag, 11. November, 14.30 Uhr, in der Stadtbibliothek, am Montag, 12. November, 8.30 Uhr, in der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek und um 10.30 Uhr in der Stadtteilbibliothek Eversten sowie am Dienstag, 13. November, 9 Uhr und 10.45 Uhr, im Wilhelm13.  

Die Bilder- und Kinderbücher der preisgekrönten Illustratorin und Autorin Ute Krause zeichnen sich durch Witz und Spannung aus. In Oldenburg hat sie ihre aktuellsten Titel aus den populären Reihen „Minus drei & die wilde Lucy“ und „Die Muskeltiere“ sowie „Theo und das Geheimnis des schwarzen Raben“ dabei. Ute Krause zeichnet dazu live: am Donnerstag, 8. November, 8.30 Uhr, in der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück sowie um 10.45 Uhr in der Stadtteilbibliothek Ofenerdiek, am Freitag, 9. November, 9 Uhr und 11 Uhr, im Casablanca-Kino sowie am Samstag, 10. November, 12 Uhr, in der BBK-Galerie und um 15 Uhr in der Stadtbibliothek.  

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Der Regenbogenfisch, der kleine Rabe Socke oder Märchenfiguren wie die sieben Geißlein und der Wolf – auch ebenso bekannte wie beliebte Klassiker der Kinderliteratur kommen auf der diesjährigen „tierischen“ Kibum nicht zu kurz. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich auf folgende Veranstaltungen freuen:   

Der Schweizer Bilderbuchkünstler und -autor Marcus Pfister hat bis heute 47 Bücher veröffentlicht, die in 50 Sprachen übersetzt und in einer Gesamtauflage von über 30 Millionen Exemplaren veröffentlicht wurden. Er überrascht als Illustrator immer wieder mit neuen Techniken und Bildsprachen. Gleich am Eröffnungswochenende präsentiert Pfister seinen bekanntesten Bilderbuchhelden, den schillernden „Regenbogenfisch“. Nicht weniger „klassisch“ ist eine andere Bilderbuchfigur von Pfister: Mats, der kleine Mäuserich. Pfister reist aus Bern an und hat die aktuellsten Abenteuer seiner tierischen Bilderbuchlieblinge im Gepäck. Verschiedene Lesungen gibt es am Samstag, 3. November, 11.30 Uhr und 16.15 Uhr, am Sonntag, 4. November, 11.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16.45 Uhr, alle im PFL sowie am Montag, 9.30 Uhr und 11 Uhr, im Forum St. Peter.  

Seit 22 Jahren erobert der freche „Rabe Socke“ Kinder- und Erwachsenenherzen sowie Bücherregale, TV und Kinoleinwände. Am Sonntag des zweiten Kibum-Familienwochenendes ist mehrfach zu erleben, wie Rabe Sockes Illustratorin Annet Rudolph ihn und seine Freunde live zeichnet. Kleine und große Fans können ihr über die Schulter schauen, kurz bevor jeweils die großen Theater-Events rund um Rabe Socke in der Kulturetage starten.

Zudem liest und zeichnet Annet Rudolph in der BBK-Galerie. Die Lesungen finden am Sonntag, 11. November, 11 Uhr und 13.30 Uhr, in der Kulturetage Oldenburg sowie um 16.15 Uhr in der BBK-Galerie statt.  

Der Berliner Bilderbuchkünstler und -autor Sebastian Meschenmoser verleiht klassischen Märchen, in denen Tiere die Hauptrollen spielen, einen neuen textlichen und illustrativen Anstrich. „Die verflixten sieben Geißlein“ und „Vom Wolf, der auszog, das Fürchten zu lehren" sind seine aktuellen Bilderbuch-Titel. Zudem stellt Meschenmoser seine kolorierten Aquarelle und malerischen Ölbilder zum Klassiker „Der Wind in den Weiden“ von Kenneth Grahame vor und liest daraus seine persönlichen Lieblingspassagen. Die Lesungen finden am Samstag, 10. November, um 16.15 Uhr in der Stadtbibliothek und am Sonntag, 11. November, um 12 Uhr in der BBK-Galerie sowie um 15.45 Uhr in der Stadtbibliothek statt.      

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Jawohl, der Oldenburger René Schack ist Pantomime. Dass er aber auch durchaus gut bei Stimme ist, hat er schon diverse Male bei der Kibum bewiesen. In diesem Jahr geht er mit kleinen Fans auf eine feucht-fröhliche Reise durch die Welt der Gefühle, taucht mit ihnen gemeinsam in Mies van Houts ziemlich geniales Bilderbuch "Heute bin ich" ein.

Die Termine:
* Sonntag, 4. November
* Samstag, 10. November
* Sonntag, 11. November
jeweils 11.15 bis 11.45 Uhr und 12.15 bis 12.45 Uhr im Besprechungsrausm des PFL

sowie
* Montag, 12. November
von 9.45 bis 10.15 Uhr und von 10.30 bis 11 Uhr
in der Stadtteilbibliothek Flötenteich

Und mehr noch: Auch als Sams ist Schack in diesem Jahr unterwegs - er liest "Das Best vom Sams"  in der Artothek und den Stadtteilbibliotheken Eversten und Kreyenbrück zu unterschiedlichen Zeiten.

Mehr zu den Zeiten und Orten im Programmheft der Kibum, das in einer Auflage von 12500 Stück produziert, ausgelegt und verteilt wurde!
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"Das kleine Känguru", "Matti, Momme und die Zauberbohnen" oder auch "Schiefe Märchen und schräge Geschichten" - der gute "Blindfisch" Andi Steil wird aus allen Büchern mit starker Stimme und klingenden Gegenständen wie sonderlichen Instrumenten lesen. "Zum Mitmachen, Mitlachen oder einfach zum Zuhören", wie es heißt.

Unter anderem ist er mit den Zauberbohnen in der BBK-Galerie zu erleben am
* Montag, 5. November
* Mittwoch, 7. November
* Donnerstag, 11. November
* Montag, 12. November
jeweils von 16.15 bis 16.45 Uhr

Weitere Termine und Lesungen (auch in den Stadtteilbibliotheken) im Programm!



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Globalität und Vernetzung sind die Schlagworte. Wird es irgendwann einmal eine Reise-Kibum geben - also einen Gastauftritt in einer anderen europäischen Stadt?

Die Kibum „reist“ bereits seit Jahrzehnten ganz munter – sie „wandert“ im Anschluss nach Lörrach, Ulm und Verden. Spannende Pläne einer Kibum  in Istanbul waren äußerst konkret, mussten aber leider aus politischen Gründen kurz vor ihrer Realisierung abgebrochen werden.

Würde die Kibum auch in einer anderen Stadt als Oldenburg funktionieren?

Die Kibum erreicht Kleine und Große in der gesamten Nordwest-Region, wird geschätzt bis geliebt und ist dabei fest in Oldenburg verankert. Was wollen wir mehr?




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Bereits im Vorfeld hatten sieben Schülerinnen und Schüler der Grundschule Ohmstede und der Berliner Synchronsprecher Marian Funk ein Hörbuch zum Kinderroman "Viele Grüße, Deine Giraffe" von der japanischen Autorin Megumi Iwasa produziert.

Die Kinder verliehen den tierischen Protagonisten Giraffe, Pelikan, Robbe, Wal und Pinguin ihre Stimmen. Marin Funk war der Erzähler und führte Regie.

Im Forum St. Peter wird das Hörbuch am Freitag, 9. November (15.15 bis 15.45 Uhr), gemeinsam präsentiert und der Entstehungsprozess im Tonstudio anschaulich erläutert.

Alle Grundschulklassen und alle Kitagruppen, die die Kibum besuchen, erhalten ein Exemplat des Hörbuchs als Geschenk. Darüber hinaus ist die CD für eine Schutzgebühr von 1 Euro am Infostand der Kibum erhältlich.

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Hamster können fernsehsüchtig sein - doch was, wenn es mal gruselig wird? Im PFL präsentiert das Cine k "Tierische Kurzfilme" für Kibum-Fans ab 6 Jahren.

Über "Hamster, Lämmer und Co" erfahren kleine Zuschauer mehr am
* Sonntag, 4. November
* Samstag, 10. November
* Sonntag, 11. November
jeweils von 15 bis 15.30 Uhr

sowie am
* Montag, 5. November
* Mittwoch, 7. November
* Donnerstag, 8. November
Montag, 12. November
Dienstag, 13. November
jeweils von 11 bis 11.30 Uhr

sowie am
Dienstag, 6. November
Donnerstag, 8. November
Montag, 12. November
jeweils von 15.30 bis 16 Uhr im Seminarraum 6

Aber dann gibt's ja auch noch den fantastischen Puppentrickfilm "Peter und der Wolf".

Zu sehen am
* Sonntag, 4. November
* Samstag, 10. November
* Sonntag, 11. November
jeweils von 16 bis 16.40 Uhr

sowie am
* Dienstag, 6. November
* Freitag, 9. November
jeweils von 11  bis 11.40 Uhr

sowie am
* Montag, 5. November
Donnerstag, 8. November
Montag, 12. November
Dienstag, 13. November
jeweils von 10 bis 10.40 Uhr
in Seminarraum 6

Alle Vorführungen werden medienpädagogisch begleitet.

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Das Casablanca-Kino ist nicht nur ungewöhnlicher Veranstaltungsort für Lesungen und Theater, sondern auch Heimat des 37. Oldenburger Kinderfilmfestivals.

Bei den Filmvorführungen handelt es sich um kostenpflichtige Veranstaltungen - Sondervorstellungen gibt es auf Wunsch für Schulklassen und Gruppen am Vormittag. 

Geplant sind Vorstellungen mit folgenden Filmen:

* Pettersson und Findus: Findus zieht um
* Mein Freund, die Giraffe
* Thilda & die beste Band der Welt
* Allein unter Schwestern
* Wildhexe
* Fridas Sommer
* Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums
* Paul Maar - Lippels Traum
* Paul Maar - Das Sams
* Serengeti
* The Jungle Book
* Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Die Anspielzeiten werden erst kurzfristig in der NWZ oder auch über die Internetseite www.casablanca-kino.de bekannt gegeben. 
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Wie man junge Menschen zum Lesen motivieren kann? Das erfahren Erwachsene (insbesondere Lehrkräfte der Sek I, Mitarbeiter in Bibliotheken und Leseclubs und andere Interessierte) in diesem Seminar namens "Vorlesen mit Showcharakter".

Die Teilnehmer lernen in dieser Fortbildung verschiedene Formen inszenierten Vortragens mit Performance- und Wettbewerbscharakter kennen, die im Deutsch-Unterricht, in der Bibliotheksarbeit oder in Lese-AGs von Jugendlichen umgesetzt werden können.

Aufwärmübungen zum Stimm- und Sprechtraining, Songtexte unplugged, Karaokelesen, Poetry und Book-Slam und Lesetheater.  Referentin ist Imke Hanssen.
Termins: Freitag, 2. November, 10 bis 13 Uhr, Seminarraum 5 (PFL).


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Quirlige Abenteuer des kleinen Rabens Socke und seiner Freunde gibt es am Sonntag, 11. November, von 11.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 15 Uhr in der Oldenburger Kulturetage.

Für Kibum-Fans ab vier Jahren spielt dann das Wittener Kinder- und Jugendtheater auf.

Annet Rudolf, die Illustratorin von Rabe Socke, wird jeweils 20 Minuten vor der jeweiligen Theateraufführung vor Ort live zeichnen!

Kostenlose Eintrittskarten, solange der Vorrat reicht, gibt es in der Kulturetage und in der  Kinderbibliothek am PFL.

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Neben den Neuerscheinungen der deutschsprachigen Verlage bietet die Kibum im Seminarraum ein Angebot an prämierten elektronischen Medienprodukten. Dazu zählen pädagogisch wertvolle Spiele für Kinder und Jugendliche, Edutainment- und Lernangebote, empfohlene Webseiten und Apps.

Grundlage der dargebotenen Auswahl an Produktionen sind u.a. die Prämierungen und Nominierungen zum Deutschen Kindersoftwarepreis ("Tommi"), zum Pädagogischen Interaktiv-Preis ("Pädi"), zur "Giga-Maus" und zu den Commenius Edu Media Auszeichnungen.

Das Aufsichtspersonal steht mit Informationen und Hilfen zur Seite, Materialien zu den Auszeichnungen, der Nutzung von sozialen Netzwerken, Computerspielen und Internet stehen zur Ansicht und zur Mitnahme bereit.

Passend zum Buchangebot für die 6- bis 12-Jährigen gibt es im Großen Saal auch eine Hörbuchstation. Am roten Tisch kann über Kopfhörer in eine Auswahl von aktuell prämierten und in die Nominierungslisten zu deutschen Hörbuchpreisen aufgenommene Hörbücher und Hörspiele hineingehört werden.

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Bitte erläutern Sie doch noch einmal, wann für Sie die Planungen beispielsweise für die nächste Kibum beginnen. Wie läuft so etwas ab?

Nach der Kibum ist vor der Kibum… Um einem Gastland oder Thema gerecht zu werden, lese ich sehr viel Primär-, aber auch Sekundärliteratur, führe viele Gespräche mit Autoren, Illustratoren, Verlagen, Experten. Parallel erstelle ich Konzepte, entwickle Projektideen und Ausstellungen und lade schließlich besonders interessante Autoren und Illustratoren ein. Da die Kibum  ja nicht-kommerziell ist, macht die Aquise von Fördermitteln einen ganz wichtigen Part meiner Arbeit aus. Nur dank unserer engagierten Förderer kann die Kibum eben auch in dieser Qualität und Quantität stattfinden.

Stehen jetzt schon Termin und Motto für die so besonders anmutende 45. Auflage fest?

Der Termin kann für besonders Neugierige oder Vorausschauende schon verraten werden – die Kibum findet 2019 vom 9. bis 19. November statt. Das Motto ist aber noch „geheim“. Nur so viel sei versprochen: Es wird begeistern!..

Wie viel Kibum steckt denn nun in Ihnen? Oder besser gefragt: Wie viel von Ihnen steckt in der Kibum?

Viel. Sowohl als auch!


Wie fällt der Dank dafür aus?

Tatsächlich erntet das „Kibum-Team“ immer großes Lob von Seiten der eingeladenen Gäste, aber auch von Besuchern. Viele der auch international erfahrenen Autoren merken jährlich an, eine solch hervorragende Organisation und Betreuung hätten sie noch nie erlebt bei ihren Lesereisen rund um die Welt. Das freut uns natürlich und macht uns stolz, gerade nach der Anstrengung. Und es „befeuert“ uns!
Die schönste Belohnung bleibt aber hautnah zu erleben, wenn sich Kinder und Jugendliche wirklich fesseln lassen durch Literatur – sei es beim Schmökern auf der Messe oder in Lesungen im Kontakt mit den Autoren und Illustratoren. Und es ist wunderbar zu bemerken, wenn Kinder über sich hinauswachsen in den Kibum-Vorab-Projekten. Dann ist es der gefühlt weltweit beste Job von allen!

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Marc Geschonke
für die NWZ-Lokalredaktion Oldenburg

Titelbild: Nadia Budde

Fotos: Nordwest-Zeitung, Stadt Oldenburg, 
Deutsche Presse-Agentur und Veranstalter

Texte: Marc Geschonke und Stadt Oldenburg

Das vollständige Programm zur Kinder- und Jugendbuchmesse in Oldenburg findet sich unter dem Link:

https://www.kibum-oldenburg.de/programm2018_uebersicht.html
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