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Oldenburg 2017 - Der Jahresrückblick der NWZ

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War 2017 ein gutes Jahr oder ein schlechtes? Diese Beurteilung ist wohl erst möglich, wenn ziemlich viele Wasser die Hunte hinabgelaufen ist. Fest steht: Die vergangenen zwölf Monate waren ereignisreich. Es gab wichtige Entscheidungen, mit denen die Weichen für die Zukunft Oldenburgs gestellt wurden. Es gab schockierende Todesfälle, die sowohl Bürger als auch Sicherheitsbehörden in Atem gehalten haben. Und es gab Geschichten, die zeigen, wie viel Menschlichkeit dennoch in dieser Stadt steckt. Wir haben einen Blick zurück in unser Archiv gewagt.
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Januar

Bild: dpa/Gambarini
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Es ist eine Überraschung – aber keine freudige: Am 6. Januar beginnt die Deutsche Bahn damit, die sanierungsbedürftige historische Gleishalle am Hauptbahnhof abzusichern. Mit der Art und Weise sind allerdings weder Stadt noch Bahnfahrer einverstanden. Denn ab sofort nehmen massive Holzkonstruktionen, die auf breiten Betonfüßen ruhen, einen großen Teil der Bahnsteige ein. Die Verwaltung wird über diese Maßnahme vorab nicht einmal informiert.
Schon lange schwelt zu diesem Zeitpunkt ein Streit um die rund 100 Jahre alte Gleishalle. Die Bahn würde am liebsten kostengünstige Standardüberdachungen bauen, statt in den denkmalgeschützten Bestand zu investieren. Die Stadt und viele Oldenburger plädieren dagegen für eine Sanierung.
Ende Januar legt dann ein städtisches Gutachten nahe, dass der Sanierungsaufwand bei Weitem nicht so große wäre, wie von der Bahn behauptet. In den kommenden Monaten laufen Gespräche zwischen Bahn und Stadt. Das Unternehmen nimmt unterdessen die Kritik an den massiven Holzstützen an und verringert deren Anzahl.
Im Laufe des Jahres gibt es vermehrt Zeichen, dass die Gleishalle doch eine Zukunft hat. So kündigt die Bahn an, ein Gutachten zur Bestimmung der Sanierungsfähigkeit in Auftrag zu geben.
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Das Artcafé im Horst-Janssen-Museum erfreut sich eigentlich großer Beliebtheit. Doch welches gastronomische Angebot dort hingehört, darüber ist man sich im Kulturausschuss immer wieder uneins. Die Stadt macht im Januar Nägel mit Köpfen und kündigt der Pächterin Tima Dittert. Was folgt, sind kontroverse Diskussionen in den sozialen Netzwerken und in der Politik. Dittert geht gegen die Kündigung an mit dem Hinweis, vom Museum bereits Veranstaltungen für das Jahr genehmigt bekommen zu haben.
Im Februar steht die Gastronomie ebenfalls im Fokus, als die Stadt kurzerhand eine geplante Party aus „baurechtlichen Bedenken“ verbietet.
Im März einigt sich Dittert dann mit der Stadt auf einen Verbleib des Cafés bis Ende Oktober. Im Mai wird bekannt, dass die Gemeinnützigen Werkstätten die Restauration übernehmen. Seit dem 1. Dezember betreiben sie das Café Farbwechsel, in dem auch Menschen mit Behinderungen arbeiten.
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Im gesamten Nordwesten kommt es zu hunderten Glatteis-Unfällen. Oldenburg kommt dank der Vorsorgemaßnahmen des AWB glimpflich davon.
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Bei der ersten Grünkohl-WM in der Mohrmann-Halle geht der Hamburger Christoph Steinhauser als Sieger hervor. Er gewinnt mit einem Grünkohl-Graupenrisotto mit Aal und Grünkohlchips.
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Einen spektakulären Unfall verursacht ein 47-Jähriger. Mitten im Berufsverkehr verliert er die Kontrolle und durchbricht mit seinem Wagen die Seitenwand einer Waschstraße. Dabei verursacht er 200 000 Schaden.
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Februar

Bild: dpa/ Pleul
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Wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung muss sich ab dem 2. Februar ein 38 Jahre alter Asylbewerber aus Gambia verantworten. Wie sich im Laufe des Verfahrens herausstellt, hat er im Juli des Vorjahres an der Doktorklappe eine 50-jährige Frau zum Sex gezwungen. Laut seiner Aussage geschah dies einvernehmlich, doch das Gericht glaubt dem Angeklagten nicht. Er wird im März zu drei Jahren Haft verurteilt. Im Anschluss soll der Mann abgeschoben werden.
Im Dezember berichtet das Opfer in der NWZ von ihrem Leben nach der schrecklichen Tat. Bis heute lebt die 50-Jährige in Angst und schafft es nicht, das erlebte hinter sich zu lassen.

Bild: dpa/ Stratenschulte
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Das angedrohte Diesel-Verbot für Stuttgart rückt das Thema im Januar auch in Oldenburg auf die Agenda. Denn auch hier werden die Grenzwerte an Stickoxiden überschritten. In den kommenden Monaten werden unter anderem Umweltzonen auf dem Heiligengeistwall oder Einbahnstraßen um den Innenstadtkern diskutiert.
Im August droht die Deutsche Umwelthilfe mit einer Klage gegen die Stadt Oldenburg. Einen Monat später fordert das Umweltministerium einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Luft. Ein Luftreinhalteplan, den die Stadt im November vorstellt, sieht ein Fahrverbot für alte Diesel vor, die nicht die Euronorm 4 erfüllen. Ende des Monats trifft Oberbürgermeister Jürgen Krogmann gemeinsam mit Vertretern anderer Kommunen Bundeskanzlerin Angela Merken zum Diesel-Gipfel. Dort gibt es vor allem die Zusage für 165 000 Euro Fördergeld, um Maßnahmen umzusetzen. Das Thema wird auch 2018 noch auf der Agenda bleiben.
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Das Finanzamt öffnet seine Türen in einem provisorischen Bau am Stubbenweg. Das eigentliche Gebäude an der 91er Straße weist schwere Schäden auf. Wie es damit weitergeht (Rückbau oder Abriss) ist bis heute offen.
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Vor Gericht steht ein 58-Jähriger Oldenburger, der seine im Rollstuhl sitzende Frau mit 23 Messerstichen getötet haben soll. Er wird im April wegen Mordes zu sieben Jahren Haft verurteilt. Im Oktober bestätigt der Bundesgerichtshof das Urteil.
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Die Ausstellung „World Press Photo“ eröffnet im Schloss, unter anderem mit einer exklusiven Führung für NWZ-Leser. Innerhalb von drei Wochen besuchen fast 16 000 Menschen die Schau. Auch 2018 ist sie wieder in Oldenburg zu Gast.
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Immer wieder versuchen Gauner, mit dem Enkeltrick Senioren abzuzocken. Der aufmerksame Taxifahrer Giuliano Kwick wird stutzig, als eine Dame 34 000 von der Bank abholt und ruft die Polizei. Er rettet damit ihr Erspartes.
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März

Bild: dpa/Wolf
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Es ist ein Mammutprojekt des Straßenbaus: Die Erneuerung der Autobahnbrücke über die Alexanderstraße. Die Straße und die A 293 müssen dafür in dem Bereich ab Freitag, 17. März, komplett gesperrt werden. Zahlreiche Schaulustige beobachten in der Folge, wie schwere Maschinen den südlichen Abschnitt der Brücke in Schutt und Staub verwandeln. An diesem Wochenende kommen die Arbeiten besser voran als gedacht. Bereits am Sonntagabend ist das, was von der A 293 noch übrig ist, wieder befahrbar.
Es ist allerdings nicht der letzte Brückentag an der Alexanderstraße. Immer wieder gibt es Sperrungen und die Bauarbeiten dauern an. Zudem sorgt im März eine weitere Meldung für Aufsehen: Auch die Huntebrücke (A 29) ist marode und muss in den kommenden Jahren erneuert werden.
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Die großen Stars der Schlager-Szene kommen am 25. März in die EWE-Arena. Mit dem „Schlagercountdown“, der in der ARD übertragen wird, rücken Stars wie Helene Fischer, Florian Silbereisen oder Andy Borg Oldenburg bundesweit in den Fokus. Einer der Höhepunkte ist die Wiedervereinigung der Kelly-Family.
Besonders glücklich über den Abend ist der Oldenburger Song-Schreiber Oliver Lukas. Vier seiner Werke werden im Lauf der Show von Helene Fischer, Andy Borg, Semino Rossi und dem Duo Fantasy auf der Bühne präsentiert.
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Bei der 60. Auflage des „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ in Berlin wird die damalige Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zur Kohlkönigin gekürt.
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Der überraschende Besuch des Youtube-Stars Leon Machère lockt hunderte jugendliche Fans auf den Schlossplatz. Es kommt zu einem chaotischen Gedrängel. Nach einer kurzen Ansprache bricht der Internet-Promi den Auftritt ab.
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Nach einem Drohanruf wird die BBS Wechloy evakuiert. Hinweise auf eine tatsächlich geplante Gewalttat kann die Polizei nicht finden.
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Ein angebliche geplanter Amoklauf am Harbartgymnasium löst einen Großeinsatz der Polizei aus. Ein Fehlalarm: Ein 18-jähriger Schüler, der einen Waffenschein besitzt, will lediglich ein Referat übers Waffenrecht halten und hat daher eine Schreckschusspistole dabei.
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Beim Evangelischen Krankenhaus wird die Grundsteinlegung für den neuen Funktionstrakt an der Auguststraße gefeiert. 40 Millionen Euro werden hier investiert.
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April

Bild: dpa/ Hildenbrand
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Ein Traditionsbetrieb steht vor dem Aus. Am 29. April berichtet die über die Erben des im Januar verstorbenen Tretboot-Verleihers Ingo Schmidt. Sie erzählen, dass die Stadt die Sondernutzungsgenehmigung für den Verleih an der Mühlenhunte entzogen hat. Steg und Kiosk müssten erneuert werden – eine Investition, die Christin und Dennis Schmidt nicht leisten können.
Es folgt eine Protestwelle von vielen Lesern, die sich an schöne Momente mit den Tretbooten erinnern. Daraufhin rudert die Verwaltung zurück und kündigt an, Geld für die Sanierung in den Haushalt einzustellen, damit der Betrieb weitergeführt werden kann. Im Oktober werden dann erste Pläne für einen Neubau der Anlage vorgestellt. Betrieben werden soll der Verleih dann künftig von einem gemeinnützigen Verein.
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Am 27. April stellen die Gemeinnützigen Werkstätten Pläne vor, die Mohrmann-Halle am Pferdemarkt zu kaufen und darin ein italienisches Restaurant zu eröffnen, in dem auch Menschen mit Behinderung arbeiten. Diese Idee stößt auf Kritik des Bauwerk-Vereins, der das Gebäude unter dem Namen Bauwerk-Halle für Ausstellungen, Vorträge und weitere Veranstaltungen nutzt. Der Verein und weitere Unterstützer fürchten den Verlust von Freiraum für die Kreativszene.
Im Laufe des Jahres kommen Ideen für eine gemeinsame Nutzung auf den Tisch – allerdings mit deutlich unterschiedlichen Vorstellung, wer welchen Teil der Halle bekommen soll. Im Dezember treten weitere Interessenten auf den Plan, die Kaufinteresse für die Halle bekunden, darunter Filmfest-Chef Torsten Neumann. Wie es mit der Halle weitergeht, ist weiterhin offen.
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Der Trägerverein verkündet das Ende des beliebten Freifeld-Festivals. Als Hauptgrund wird das Fehlen eines geeigneten Geländes genannt.
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Die Baustelle an der Lindenallee feiert unrühmlichen Jahrestag. Eigentlich sollte die Sanierung bereits im Dezember abgeschlossen sein. Doch immer wieder kommt es zu Verzögerungen. Erst im Juli wird die Straße wieder freigegeben.
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Rettungstaucher finden in der Hunte die Leiche eines 22-Jährigen. Spaziergänger hatten bereits einen Tag vorher seine Kleidung am Ufer gefunden. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus.
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Mai

Bild: dpa/ Kahnert
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Eine Bluttat schockiert Oldenburg: Mitten in der Fußgängerzone wird am 31. Mai ein 33 Jahre alter Mann aus Syrien erstochen. Viele Passanten werden Augenzeuge der Tat. Die Polizei kann den Täter bereits eine Stunde später stellen. Es ist ein 22-Jähriger Landsmann des Opfers.
Die Messerattacke sorgt für hohe Wellen in den sozialen Netzwerken. Viele Gerüchte werden in Umlauf gebracht. Weil zunehmend Hetz- und Hassbotschaften den Ton angeben, entscheidet sich die NWZ dazu, die Kommentarfunktion unter dem Online-Artikel abzuschalten.
Aufgearbeitet wird der Fall ab dem 23. November vor dem Oldenburger Landgericht. Dabei wird deutlich, dass das ursprünglich genannte Motiv, nämlich der Streit um eine gerauchte Zigarette während des Fastenmonats Ramadan, nur ein Teil der Wahrheit ist. Offenbar hatte sich der Täter vom Opfer gekränkt gefühlt, als er in einer körperlichen Auseinandersetzung den Kürzeren zog. In seiner Wut erstach er den 33-Jährigen.
Am 21. Dezember verhängt das Gericht lebenslange Haft gegen den 22-Jährigen wegen Totschlags in besonders schwerem Fall. Der Richter geht dabei sogar über die von der Staatsanwaltschaft geforderten 13 Jahre Gefängnis hinaus.
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Eine kuriose Polizeimeldung macht deutschlandweit die Runde: Am 9. Mai stellen Beamte eine „rasende Bierkiste“ in der August-Hanken-Straße sicher. Das Gokart, in das eben auch eine Bierkiste verbaut wurde, soll laut Zeugen ohne Straßenzulassung durch den Westerender Weg gebraust sein.
Der Besitzer des 70 km/h schnellen Gefährts, Thorsten Rechlin, bestreitet gegenüber der NWZ allerdings, an dem Tag mit dem Kart unterwegs gewesen zu sein. Er würde die „Bierkiste“ nur in seinem eigenen Garten und auf einem Firmengelände fahren, niemals auf der Straße.
Der Polizei allerdings ist der fahrbare Untersatz offenbar nicht ganz geheuer und behält ihn bis zu weiteren Klärung ein.
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Mit den Stimmen von SPD und CDU genehmigt der Rat den Bau eines großen Gartenmarktes in Tweelbäke. Viele Oldenburger Gartenbetriebe hatten sich dagegen ausgesprochen.
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Eine Studie, die Oberbürgermeister Jürgen Krogmann vorstellt, hält den Bau eines neuen Fußballstadions für machbar. Im September bekommen die Pläne aber eine Dämpfer, als sich der Stadtsportbund gegen die Ausgaben öffentlicher Gelder für dieses Projekt ausspricht.
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Juni

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Der Tod eines jungen Mannes aus Oldenburg gibt Rätsel auf: Die NWZ berichtet am 3. Juni über Mike Mansholt. Die Leiche des 17-Jährigen war knapp ein Jahr zuvor auf Malta gefunden worden, wo er Urlaub gemacht hatte. Nun kommt heraus: Dem Körper wurden alle Organe entnommen, bevor er nach Deutschland überführt wurde. Die weitere Recherche ergibt eine rätselhafte Geschichte, die mehr Fragen nach der Todesursache aufwirft, als sie Antworten liefert. Auch NWZ-Reporter Karsten Krogmann reist nach Malta und begibt sich mit Mikes Vater Bernd Mansholt auf Spurensuche. Sie treffen auf wenig aufklärungswillige Behörden und viele Widersprüche. War es ein Unfall oder doch ein Verbrechen? Bis heute leidet Mikes Familie unter der Ungewissheit.
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Der Tagesaufenthalt für Obdachlose an der Ehnernstraße wird an die Cloppenburger Straße verlegt und tauscht seinen Standort mit dem dortigen Mädchentreff. Das ist der Plan, den Sozialdezernentin Dagmar Sachse am 7. Juni den Runden Tischen Osternburg und Vordere Nadorster Straße vorstellt. Sie will damit mehr Distanz zum Café Caro, der Anlaufstelle für Drogenabhängige am Pferdemarkt, herstellen.
Dieses Vorhaben löst Protest unter den Anliegern in Osternburg aus. Mehr als 250 von ihnen besuchen im Oktober eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema.
Im November tritt die Politik auf die Bremse. Der Sozialausschuss beauftragt die Verwaltung zunächst, ein Konzept zu entwickeln, wie Drogen- und Wohnungslosenszene getrennt werden können. Der Umzug des Tagesaufenthalts ist damit vorerst vom Tisch.
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Prozessauftakt gegen einen 49-Jährigen Oldenburger. Er soll Heiligabend 2016 seinen Vater mit einer Überdosis K.o.-Tropfen ermordet haben. Das Gericht verurteilt ihn im August zu lebenslanger Haft.
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Die 55-Jährige Danuta Lysien aus Oldenburg verschwindet spurlos. Ermittlungen und Suchaktionen, auch mit Leichenspürhunden, bleiben erfolglos. Im Oktober setzt die Polizei 5000 Euro Belohnung für hilfreiche Hinweise aus.
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Juli

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Am 27. Juli fallen Schüsse in der Nadorster Straße. Ein 65-Jähriger stirbt. Ein 60-Jähriger wird durch Schläge schwer verletzt. Noch am Tatort wird ein 38-jähriger Verdächtiger festgenommen. Gegen ihn wird im Oktober Anklage wegen Totschlags erhoben.
Unklar bleibt der Zusammenhang mit einem Vermisstenfall: Anfang Juli verschwindet der 29-jährige Deutsch-Kurde Rezan Cakici aus Bremen spurlos. Zuletzt wird er in einer Oldenburger Shisha-Bar an der Nadorster Straße gesehen. Gleich um die Ecke werden die Schüsse abgefeuert. Der Tote ist Cakicis Onkel, der Verletzte sein Vater. Der Vermisste hat Verbindungen zu Rockerszene. Eine Bielefelder Gruppe erklärte ihn 2014 für „vogelfrei“. Die Ermittlungen der Polizei, inklusive der Durchsuchung von Waldstücken, bleiben erfolglos.
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Mit einer Schusswaffe in der Hand überfällt ein Unbekannter eine Spielhalle an der Donnerschweer Straße. Es ist der erste von acht ähnlichen Überfällen auf Spielotheken und eine Tankstelle, die einen Serientäter wahrscheinlich machen.
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Das traditionsreiche Möbelhaus Ullmann an der Heiligengeiststraße schließt. Es war 1836 gegründet und zuletzt von Frieder Schmidt in dritter Generation geführt worden.
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August

Bild: dpa/Büttner
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Großeinsatz der Polizei am Lerigauweg in Eversten: Am 9. August rückt die Spezialeinheit SEK an. Sie stürmt ein Einfamilienhaus und nimmt einen 50-Jährigen bewaffneten Mann fest.
Der Vorfall beginnt mit einer angeordneten Hausdurchsuchung durch die Polizei am frühen Morgen. Doch die Beamten werden nicht hineingelassen, statt dessen zeigt sich ein Mann mit einer Waffe am Fenster. Verhandlungen bleiben erfolglos, also rückt das Spezialkommando an und stürmt sieben Stunden nach der verwehrten Durchsuchung das Haus.
Darin findet die Polizei ein kleines Arsenal mit mehr als 50 Waffen: Messer, Wurfsterne, Schusswaffen und mehr – vieles davon verboten. Der 50-Jährige, der sich offenbar schon seit Jahren von der Außenwelt zurückgezogen hat, wird in eine Klinik eingewiesen.
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Die Bremer Landesbank (BLB) veröffentlicht am 30. August das Ergebnis eines Architekten-Wettbewerbs. Es geht um die Zukunft des Marktcarrés, das nach dem Wunsch der Bank abgerissen und neu gebaut werden soll. Der Siegerentwurf von Max Dudler ist allerdings von Anfang an umstritten. Viele Leser der NWZ beklagen eine zu großflächige und dominante Fassade. Auch bei Stadt und Politik überwiegt eine ablehnende Haltung. So fordert der Bauausschuss eine Änderung der Pläne.
Anfang November zieht die BLB ihre Ideen für einen Neubau zurück. Statt dessen will der Investor das bestehende Gebäude modernisieren.
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Die Stadt beginnt mit den Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Fußgängerzone. Die NWZ begleitet das Jubiläum mit einer großen Artikel-Serie, die im Anschluss als limitierter Sonderdruck erscheint.
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Unbekannte werfen einen Stein von der Autobahnbrücke über die A 29 und treffen ein Auto. Genau an dieser Stelle starb 2008 eine Frau durch einen hinuntergeworfenen Holzklotz. Diesmal entsteht glücklicherweise nur Sachschaden.
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Bei einer Gala im Schloss ehrt die NWZ die „Oldenburger des Jahres“. Ausgezeichnet werden Iris Horn, die sich in der Nikolai-Gemeinde engagiert, und Dirk Spekker vom Marathonverein.
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September

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Wie soll das künftige Wohngebiet auf dem ehemaligen Fliegerhorst angebunden werden? Eine bessere Verbindung zwischen dem Stadtnorden und Wechloy ist schon lange in der Diskussion. Ab September wird es konkreter. Fünf Varianten für eine Verbindungsstraße stehen zu Auswahl. Sie soll rund 2,5 Kilometer lang sein und knapp 15 Millionen Euro kosten.
Dem entgegen stehen allerdings Erdkröten, Grasfrösche, Brutvogelarten und zahlreiche weitere geschützte Lebewesen. Die geplante Straße führt nämlich durch zahlreiche Biotope. Bau-, Umwelt- und Verkehrsdezernentin Gabriele Nießen sieht allerdings keine Alternative zu der Verbindung.
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Moritz Bleibtreu ist das bekannteste Gesicht bei der 24. Auflage des Oldenburger Filmfests. Er nutzt seine Prominenz, um für den Film „Familiye“ zu werben, den er mit produziert hat und der das Festival eröffnet. Sowohl auf dem roten Teppich als auch bei der Enthüllung seines Sterns auf dem Oldenburger Walk of Fame sorgt der gut gelaunte Schauspieler für beste Unterhaltung.
Doch auch weitere Stars lassen sich in Oldenburg blicken. Dazu gehören Tatort-Kommissarin Maria Furtwängler, der US-Schauspieler Lou Diamond Phillips oder Produzent Edward Pressman, dem die Retrospektive gewidmet wird.
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Jens Hackbart übernimmt die Leitung der Bäderbetriebsgesellschaft, zu der das Olantis gehört. Nach dem abrupten Abgang seines Vorgängers Thorsten Brandt war die Stelle eineinhalb Jahr lang nicht besetzt.
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Bei der Bundestagswahl verteidigt Dennis Rohde (SPD) den Wahlkreis Oldenburg-Ammerland gegen seinen Herausforderer Stephan Albani (CDU). Er zieht aber wie Amira Mohamed Ali (Linke) über die Liste in den Bundestag ein.
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Oktober

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Zwei Stunden Sturm, 200 Not-Einsätze: Das ist die Bilanz von Tief Xavier am 5. Oktober. Unzählige Bäume werden entwurzelt und begraben teilweise Häuser und Autos unter sich. Glücklicherweise kommt niemand ernsthaft zu Schaden. Am Hauptbahnhof geht so gut wie nichts mehr. Selbst Tage später sind zahlreiche Strecken wegen Schäden an den Oberleitungen immer noch nicht wieder befahrbar.
Der starke Wind führt sogar dazu, dass der Kramermarkt aus Sicherheitsgründen erst zwei Stunden später öffnet. Die Schausteller kommen insgesamt aber glimpflich davon, auch weil viele Fahrgeschäft vorsorglich etwas zurückgebaut werden.
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Ein Brandstifter ist am 1. Oktober in Osternburg unterwegs. Innerhalb weniger Minuten werden drei Feuer gemeldet. Angezündet werden Carports und Geräteschuppen. Am schlimmsten endet die Tat in der Straße Am Scheibenweg. Dort springen die Flammen auf das angrenzende Einfamilienhaus über. Der Dachstuhl brennt völlig aus.
Am 2. Oktober brennt es erneut. Diesmal greift das Feuer an der Alexanderstraße von einem Holzschuppen auf ein Mehrfamilienhaus über. Zwar sieht die Polizei kein Zusammenhang zu den Taten in Osternburg, doch wieder ist es Brandstiftung. Die Polizei verstärkt ihre Streifen, um weitere Vorfälle zu verhindern.
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Der „Schiefe Stiefel“ wird abgerissen. Die Traditionsgaststätte stand seit dem Jahr 1900 in Ofenerdiek.
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Hanna Naber und Ulf Prange (beide SPD) sind die Sieger in Oldenburger bei der Landtagswahl. Auch Esther Niewerth-Baumann (CDU) schafft es über die Liste nach Hannover. Die Grüne Susanne Menge dagegen ist raus aus dem Landtag.
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Die NWZ berichtet über die deutsche Familie Markwart, die in den USA durch Hurrikan Irma alles verloren hat und in einer Oldenburger Obdachlosenunterkunft gestrandet ist. Daraufhin melden sich viele hilfsbereite Leser, die der Familie mit Spenden und Wohnungsangeboten wieder auf die Beine helfen wollen.
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November

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160 Millionen Euro will, der Investor Kubus-Immobilien am Stadthafen-Süd verbauen. Darüber berichtet die NWZ am 4. November. 350 Wohnungen mit insgesamt 19 000 Quadratmeter Wohnfläche sind geplant. Dazu Gewerbe, Büros, Kita und ein Hotel. Alles wird (entsprechend dem Wunsch der Verwaltung) optisch geprägt von Klinkerfassaden.
Doch nach der Vorstellung der Pläne mehren sich die kritischen Stimmen. Sie sprechen von einer zu verdichteten Bebauung, von zu wenig Aufenthaltsqualität und von einer vertanen städtebaulichen Chance. Entscheiden muss die Politik. Baureif ist das Gelände 2018.
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Bei Streitigkeiten zwischen Kindern erwartet man höchstens Kratzen und Schreien, aber nicht einen Fall wie jenen, über den die NWZ am 2. November berichtet: An der Paul-Maar-Schule bedroht ein achtjähriger Drittklässler einen siebenjährigen Mitschülerin mit einem Messer. Er habe den anderen Jungen nur erschrecken wollen, sagt er aus. Der Achtjährige wird für vier Tage suspendiert.
Die Mutter des angegriffenen Schülers kritisiert in der Folge allerdings das Verhalten der Schulleitung. Diese sei nach dem Vorfall nicht mit ihr direkt in Kontakt getreten.
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Nachdem die Feuerwehr einen Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Kranbergstraße gelöscht hat, finden die Hilfskräfte die Leiche eines 59-Jährigen. Ermittlungen ergeben, dass möglicherweise eine Zigarette das Feuer ausgelöst hat und der Mann an einer Rauchgasvergiftung starb.
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Ein tödlicher Unfall wirft Fragen auf, weil Polizisten den überfahrenen Mann zuvor etwa einen Kilometer von seinem Wohnort entfernt ausgesetzt haben. Er war alkoholisiert. Die Polizeidirektion hat eine interne Prüfung veranlasst. Zwei Polizisten sind vorerst vom Dienst freigestellt. Die Polizei sagt nein, Zeugen sagen etwas anders aus. Der Vorfall wird untersucht.
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Dezember

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Die Dänen kommen – aber als Freunde. Oldenburg ist Anfang Dezember einer der Gastgeber der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen. Die Gruppe C mit den Teams aus Russland, Japan, Montenegro, Brasilien, Tunesien und Dänemark tragen die Vorrunde in der EWE-Arena aus. Besonders die Nachbarn aus dem Norden bringen zahlreiche Fans mit und sorgen für Stimmung in der Stadt. Aber auch Brasilianer und Gäste aus anderen Nationen bringen Vielsprachigkeit rund um die Sportstätte.
Mit dabei sind auch zahlreiche Oldenburger, die als Teil ihres Sportstudiums oder als freiwillige Helfer die Handball-WM begleiten und ganz besondere Einblicke auf so ein Sportereignis erhalten.
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Am 7. Dezember vermeldet die NWZ bereits, was die Parteien spätestens bei der Finanzausschuss- und Ratssitzung am 18. Dezember festzurren: Es gibt eine neue Haushaltsmehrheit aus SPD und CDU. Die Sozialdemokraten kehren damit den Grünen den Rücken, mit denen sie in den vergangen Jahren die finanziellen Weichen für die Stadt gestellt haben. Mit der Öko-Partei gebe es zuletzt deutlich weniger Schnittmengen als mit den Christsozialen, heißt es von der SPD.
Kritik an diesem Kurs kommt von der eigenen Jugendorganisation Jusos. Man wünsche sich progressive Mehrheiten im Rat und keine feste Zusammenarbeit mit der CDU.
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Ein heftiger Wintereinbruch sorgt für zahlreiche Unfälle in der Stadt. Auf der anderen Seite schicken viele Leser aber auch Fotos, die Oldenburg im Schnee von der schönen Seite zeigen.
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Die NWZ berichtet von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie für den Neubau des Stadtmuseums. Zur Debatte stehen drei bis vier Geschosse. Zehn bis zwölf Millionen Euro soll das Projekt kosten.
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